# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S60 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 60 Verhandlungen der einundzwanzigſten Verſammlung daß daher dieſe Miſſion nicht recht vorwärts gekommen iſt, iſt leicht erklärlich. Aber trotz alledem iſt dies keine ſchlechte Station, ſondern in mancher Hinſicht eine recht gute. Der Gottesdienſtbeſuch iſt gut, vielleicht ſogar ſehr gut, wenn man verſchiedene Umſtände in Betracht zieht, ſo beiſpielsweiſe jetzt, daß mehrere Familien keine Kleider auf dem Leibe und keine Schuhe an den Füßen haben, daß andere bis zu 35 Meilen von der Kirche entfernt wohnen ꝛc. Die Beteiligung am Abendmahl läßt zu wünſchen übrig. Die Gemeindebeiträge ſind unter den Umſtänden gut. Die letztjährige Ernte war ein Fehlſchlag. Be⸗ denkt man, daß die meiſten unſerer Glieder von der Hand in den Mund leben, ſo kann man ſich nur wundern, daß die Gemeinde den Beitrag von jedem kommunizierenden Gliede trotz der ſchlechten Zeiten von $1.00 auf $1.50 erhöht hat. Der Schulbeſuch in den beiden letzten Jahren war, wie immer, gut. Wenn jetzt auch nur wenige von den auswär⸗ tigen Kindern für unſere Gemeinde gewonnen werden, ſo hat ſich's der Miſſionar angelegen ſein laſſen, dieſe Kinder wenigſtens zu bewegen, unſere Kirche zu beſuchen. Es iſt nämlich ein Jugendverein gegründet worden (mit der löblichen Abſicht, ein Schulhaus zu bauen), zu dem auch Nichtgemeindeglieder gehören können, falls ſie regelmäßig Be⸗ ſucher unſerer Gottesdienſte ſind. Eine ganze Anzahl auswärtiger junger Leute, die ihrer Eltern wegen in der katholiſchen Kirche konfir⸗ miert wurden, haben ſich dem Verein angeſchloſſen und kommen zu unſerer Kirche. Sind ſie einmal ſelbſtändig, ſo werden ſie ſich auch der Gemeinde anſchließen. Es iſt wohl kaum zu erwarten, daß noch viele der älteren Leute in dieſer Gegend Gemeindeglieder werden. Sie kom⸗ men wohl ab und zu zur Kirche, aber von Anſchluß iſt keine Rede. Sie ſind meiſtens bigott katholiſch, und nichts kann ſie bewegen, ihrem Glau⸗ ben untreu zu werden. Mit den Jungen ſteht es anders. Die haben wenig übrig für die katholiſche Kirche, und nur gezwungen laſſen ſie ſich dort konfirmieren. Dann iſt es aber auch mit ihrem Beſuch der katholiſchen Kirche vorbei. „Folgende Amtshandlungen wurden vollzogen: Getauft wurden 8, konfirmiert 5 (1 Erwachſener), getraut ein Paar, beerdigt 2. Schul⸗ beſuch: 20 bis 35 Kinder; Gottesdienſtbeſuch: etwa 50 (35 Erwach⸗ ſene und 15 Kinder). Beitrag: $10.00 per Monat.“ III. Napoleonville, La. — über dies Feld ſchreibt Miſſio⸗ nar Lankenau: „Durch das treue Bekenntnis und die fleißige Miſſions⸗ tätigkeit eines Gliedes der St. Pauls⸗Station hat ſich in den letzten Monaten ein überaus hoffnungsvolles Miſſionsfeld in und bei Napo⸗ leonville, La., aufgetan. Es ließen ſich in Napoleonville ſelbſt, ſowie in zwei nahegelegenen Neger⸗Settlements ſogleich drei gutbeſuchte Schulen gründen, wenn nur die nötigen Arbeiter zu haben wären. Bei ſeinem erſten Beſuch hatte der Miſſionar eine Zuhörerſchaft von über 100 Erwachſenen, und bei einem ſpäteren Beſuch hatte er, trotzdem infolge eines Verſehens ſein Kommen ganz unangemeldet war, eine Zuhörerſchaft von 45. Es wäre ſehr zu bedauern, wenn dieſes Feld