# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S59 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1906. 59 beſonders was Wachstum an Erkenntnis betrifft. Da der Miſſionar faſt ſeine ganze Zeit und Kraft der Schule gewidmet hat, ſo konnte nicht viel von Miſſionieren an Erwachſenen die Rede ſein. Das iſt eine Schwierigkeit, mit welcher wir bei der herrſchenden Arbeiternot kämpfen müſſen. So iſt es denn gekommen, daß nur 15 Seelen hinzugetan werden konnten. Doch haben wir ſonderlich in der letzten Zeit eine kleine Anzahl von Beſuchern (Fremden), die ſich allem Anſchein nach bald gliedlich anſchließen werden. Daß die Gemeinde gedeiht, iſt an mancherlei Dingen zu erkennen. Die brüderliche Ermahnung wird fleißig geübt. Die Leute, die ſich zu uns halten, zeigen je länger je mehr Sinn für das Reich Gottes. Ihre Liebe zur Schule iſt groß. Leider iſt uns eine neue große public school ganz in unſern Diſtrikt hinein gebaut worden, ſo nahe und ſo im Herzen unſers Diſtrikts wie wohl bei keiner andern Miſſionsſchule. Mit ihr werden wir gewiß rechnen müſſen. Der Kirchenbeſuch iſt im ganzen gut, ſo daß verſchiedene Paſtoren, die hier gepredigt haben, erklärten, Bethlehem habe ausgezeichneten Kirchenbeſuch. Das Verhältnis zwiſchen den Arbeitern auf der Station und der Gemeinde iſt das denkbar beſte. Aus Bethlehem ſind bereits drei Miſſionsarbeiter hervorgegangen, nämlich P. John McDavid in North Carolina, Lehrer N. Seeberry auf der St. Pauls⸗Station in New Orleans und Aaron Wiley, der Ende Juni ſein Examen machte. Außerdem beſuchen noch zwei von dieſer Station das College, um Lehrer zu werden. Neben dem regelmäßigen Beitrag von $25.00 hat die Gemeinde für auswärtige Zwecke: Kapellenbau, Miſſion, College, notleidende Lutheraner in California ꝛc., an die betreffenden Kaſſierer $80.18 ge⸗ ſandt, ohne die bei der Konferenz aufgebrachten $20.90. Der Armen innerhalb der Gemeinde hat ſich letztere mit Liebe angenommen und zu dem Zwecke $135.44 aufgebracht. Eine Vergleichung mit den Ein⸗ nahmen des vorigen Bienniums zeigt, daß jede Kaſſe diesmal bedeutend größere Beiträge bekommen hat. Gottesdienſte wurden am Sonntagmorgen und ⸗Abend gehalten, außerdem vom 1. September bis zum 30. Mai auch am Donnerstag⸗ abend. An der Unterklaſſe der Schule arbeitete Herr F. J. Odendahl mit aller Treue und gutem Geſchick. Ende Juni legte Lehrer Wolf ſein Amt nieder und wandte ſich einem weltlichen Berufe zu. Der Oberklaſſe ſtand der Miſſionar vor. An Lehrer Wolfs Stelle iſt Kandidat J. Geh⸗ ner berufen worden und hat den Beruf angenommen. Die Schule zählte 154 Kinder. II. Manſura. (P. F. W. Wenzel.) Miſſionar Wenzel, der erſt 1¼ Jahr auf dieſer Station arbeitet, iſt der achte Paſtor, der in einem Zeitraum von acht Jahren längere oder kürzere Zeit dort gewirkt hat. Der Miſſionar ſchreibt: „Daß man bei einem häufigen Prediger⸗ wechſel viel von dem Zutrauen zu unſerer Miſſion verloren hat und