# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S52 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 52 Verhandlungen der einundzwanzigſten Verſammlung Monate im Jahre herumreiten und nachher das Land unſicher machen. Zum Arbeiten ſind ſie zu faul, zu Schwindeleien und andern Verbrechen geſchickt. Wenn es wahr iſt, “that a little learning is a dangerous thing”, dann wird die heranwachſende Negerjugend immer gefährlicher. Die alten unwiſſenden Negerprediger, von denen manche ehrlich ſind, die Gott danken, daß ſie nicht leſen konnten, ſind nicht ſo ſehr im Unrecht, wenn ſie behaupten, “that book learning makes rascals”, wenn ſie unter “learning” verſtehen, was den Negern dargeboten und von ihnen ge⸗ braucht wird. Eine Anſtalt gegen ſolche Negerſtudenten zu ſchützen, iſt ſehr ſchwer. Gewöhnlich verſchaffen ſie ſich gute Empfehlungen, ſtellen ſich als gentlemen an, beklagen mit einem tiefen Seufzer den Zuſtand ihrer Raſſe und verſuchen durch allerlei Lobreden ſich einzuſchmeicheln. Gleich abweiſen kann man ſie nicht, beſonders wenn ſie mit guten Emp⸗ fehlungen und etwas Geld kommen. Man kann ſich auch irren. Nur durch den täglichen Umgang, nicht im Schulzimmer allein, iſt es mög⸗ lich, ſie gründlich kennen zu lernen. Am 3. Oktober 1905 wurde der neuberufene Profeſ⸗ ſor, Martin Lochner, auf dem Seminar in St. Louis ausge⸗ bildet, in Gegenwart der Studenten und P. Schmidts feierlich in ſein Amt eingeführt. Im Anſchluß an 2 Tim. 2, 24 redete ich über folgendes Thema: „Three Qualifications of a Teacher in a Christian Institution, to-wit: Aptness to Teach, Gentleness, Patience.” Die Schülerzahl hat 40 nicht überſtiegen, 18 Jünglinge und 22 Mädchen; mehr konnten die beiden gemieteten Wohnungen nicht beherbergen. Sie waren auf folgende Klaſſen verteilt: Klaſſe A 7, B 5, C 8, High School 20. Von dieſen wohnten 22 in der Anſtalt, die übrigen bei Eltern oder Verwandten in der Umgegend. Zwei wur⸗ den aus der Anſtalt ausgewieſen und 13 mußten vor Schulſchluß an die Arbeit gehen; beim Schlußakt waren 25 anweſend. Der Durch⸗ ſchnittsbeſuch war bedeutend beſſer als in den vorhergehenden Jahren. Zum erſtenmal haben wir dies Jahr Abiturienten gehabt. Drei Mädchen und zwei Jünglinge haben den Präparandenkurſus ab⸗ ſolviert: Julia Doswell aus Meherrin, Va., Elizah Johnston aus Charlotte, N. C., Sallie Scott aus Gold Hill, N. C., Charley Peay aus Concord, N. C., und John Alſton aus Greensboro, N. C. Alle ſind Früchte unſerer Miſſionsſchulen, die das beſte Material für unſere An⸗ ſtalt liefern. Griechiſch ausgenommen, haben ſie alle denſelben Kurſus durchgemacht. Die beiden Jünglinge werden nächſtes Jahr, ſo Gott will, Theologie ſtudieren. In meinen früheren Berichten habe ich darauf hingewieſen, wie ſchwierig es iſt, eine gemiſchte Schule, wie die unſrige es iſt, zu regieren. Beſonders ſchwierig iſt es dies Jahr geweſen, einmal weil die beiden Wohnungen ſo nahe aneinander ſtehen, ſodann weil Jünglinge und Jung⸗ frauen in einem kleinen Eßzimmer gedrängt zuſammenſitzen mußten. Der Brunnen, aus dem alle Waſſer ſchöpften, befand ſich im Eßzimmer. Kein Zaun trennte die beiden Häuſer. Für die größeren Klaſſen waren