# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S50 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 50 Verhandlungen der einundzwanzigſten Verſammlung Das iſt ein großer übelſtand für ſolche Schüler, die drei oder vier Meilen von der Anſtalt wohnen. Unſere Bibliothek iſt ſelbſtverſtändlich noch ſehr klein, ſo klein, daß ein kleiner Handkoffer die ganze Bücherei leicht faſſen könnte. Einige unſerer Schüler bemühen ſich aber redlich, die Sammlung zu vermehren, und auch einige Gemeindeglieder, die bei bemittelten Weißen arbeiten, haben uns ſchon geſagt, daß ſie gute Hoffnung haben, eine Anzahl Bücher von ihren Herrſchaften zu bekommen. Auch unſer Naturalienkabinett iſt noch im Werden begriffen; doch hat es ſich Lehrer Wilde zur Aufgabe gemacht, es zu bereichern, und wir hoffen nun, daß uns von der Synodalkonferenz eine kleine Summe be⸗ willigt wird, die es uns ermöglichen wird, Kabinette anzuſchaffen, in denen wir unſere Sammlungen aus dem Naturreich werden unter⸗ bringen können. Im Jahre 1905 trat ein Abiturient ins Schulamt, und in dieſem Jahre haben zwei Schüler ihre Studien vollendet. Erfreulich iſt ferner die Tatſache, daß ſich unſere Anſtalt auch in⸗ ſofern als eine Miſſionsanſtalt erwieſen hat, daß ſich ſchon vier Schüler haben konfirmieren laſſen, ſeitdem ſie das College beſuchen. Zwei dieſer Schüler werden, will's Gott, mit der Zeit Arbeiter im Weinberg Gottes werden, da beide den Wunſch ausgeſprochen haben, Lehrer zu werden. Nur einer unſerer Schüler, einer der diesjährigen Abiturienten, iſt bisher unterſtützt worden, obwohl wir einer Anzahl Schüler das Schulgeld erlaſſen haben. Unſere auswärtigen Schüler haben es bisher als ſelbſtverſtändlich angeſehen, daß ſie ſelbſt ihre Ausgaben beſtreiten müſſen, und haben daher keinen Anſpruch auf Hilfe gemacht. 2. Immanuel Lutheran College in Greensboro, N. C. (September 1905 bis Mai 1906.) Das eben beendete Schuljahr iſt in manchen Beziehungen ein reiches geweſen: reich an Schwierigkeiten, Enttäuſchungen, Arbeit und Entſagungen, aber auch reich an Gottes Gnade und göttlichem Segen. In der Erwartung, daß wir den im Juli 1905 angefangenen Neu⸗ bau um die Jahreswende in Gebrauch nehmen dürften, zogen wir an⸗ fangs September von Concord nach Greensboro um und richteten uns in zwei gemieteten Negerwohnungen ein. Das größere diente als Wohnung für die Jünglinge, als Wirtſchaftsgebäude und für Lehrſäle. Ein Zimmer nahm der Direktor als Wohnung und Office in Anſpruch. Einige Stühle, Küchengeräte, ſechs lange Tiſche ꝛc. wurden angeſchafft. In den drei Lehrzimmern nagelten wir an die Wände ein Stück Wachs⸗ tuch als Wandtafel auf. Andere Lehrmittel hat die Anſtalt nie ge⸗ habt. Das kleinere Haus, aus vier Zimmerchen beſtehend, bezogen die Mädchen. Am Sonntag, den 17. September, legte ich im Namen des drei⸗ einigen Gottes den Grundſtein zu dem neuen Collegegebäude. P. J. J. Schmidt und Prof. Wahlers aſſiſtierten. Eine Anzahl Neger und einige