# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 48 Verhandlungen der einundzwanzigſten Verſammlung Jahren ganz beſonders auf allerlei Schwierigkeiten geſtoßen; doch auch dieſe Schwierigkeiten werden, wie wir zuverſichtlich hoffen, mit Gottes Hilfe von Jahr zu Jahr immer mehr und mehr überwunden werden. Wir warten nämlich auf die Zeit, wo uns in der Negermiſſion nicht nur die allezeit nötigen Geldmittel, ſondern, was noch wichtiger iſt, die lebendigen Kräfte, die Arbeiter, geſchenkt werden, um uns in umfaſſen⸗ derer Weiſe, als es uns bisher möglich war, dieſer ſo köſtlichen Aufgabe widmen zu können. „Bittet den HErrn der Ernte, daß er Arbeiter in ſeine Ernte ſende!“ Dieſe Miſſionsbitte wird auch in der Negermiſſion nicht unerhört bleiben. Wir haben unſere farbigen Gemeindeſchulen und dazu haben wir nun auch, Gott Lob, unſere zwei Anſtalten, zwei Prophetenſchulen, eine in New Orleans, La., und eine in Greensboro, N. C., in denen farbige Lehrer und Prediger für die Negermiſſion aus⸗ gebildet werden ſollen. Doch ſehen wir nicht allein auf die Schwierigkeiten, nicht allein auf die Enttäuſchungen, ſondern auch auf die vielen Segnungen in der Negermiſſion. Es iſt wahr, einen großen, ſchwierigen Weg hat der HErr uns in dieſer Miſſion vorgezeichnet; aber der HErr ſelbſt geht mit uns. Das iſt ſeine große Verheißung: „Und ſiehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Als Israel durch die Wüſte zog, zog der HErr vor dem Volk her, des Tages in der Wolkenſäule, des Nachts in der Feuerſäule, daß er ihnen leuchtete Tag und Nacht; und als Pharao ihnen nachjagte, ſagte Moſes: „Der HErr wird für euch ſtreiten, und ihr werdet ſtille ſein“, 2 Moſ. 13, 21; 14, 14. Als aber Moſes geſtorben war und nun das ſchwere Amt auf eines Geringeren Schultern, auf Joſua, gelegt wurde, ſagte ihm der HErr: „Wie ich mit Moſe geweſen bin, alſo will ich auch mit dir ſein. Ich will dich nicht verlaſſen, noch von dir weichen; ſei nur getroft und ſehr freudig und laß das Buch des Geſetzes nicht von deinem Munde kommen!“ — Wie? Sollte der HErr im Neuen Bund Geringeres gewähren? Was wäre die Kirche von Anfang an geweſen und was wäre aus ihr geworden, wenn der HErr ſein Wort nicht erfüllt hätte: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage“, wenn er nicht in Wort und Sakrament gegenwärtig geweſen wäre, wie damals in der Wolken⸗ und Feuerſäule? Wenn aber in irgend einem Werke ſeiner Kirche dieſer Troſt empfunden werden ſoll, ſo doch vor allem in dem, bei deſſen Anordnung er dieſe Verheißung gegeben hat, im Werke der Miſſion. In dieſer getroſten Zuverſicht ſind die Apoſtel hinausgegangen, und als Paulus in großem Zagen das Werk in Korinth beginnen ſollte, da trat der HErr des Nachts zu ihm im Geſicht und ſagte: „Fürchte dich nicht, ſondern rede und ſchweige nicht, denn ich bin mit dir, und niemand ſoll ſich unterſtehen, dir zu ſchaden; denn ich habe ein groß Volk in dieſer Stadt.“ Und hat ſich das nicht bewährt? Und iſt es nicht heute noch ſichtbar vor unſern Augen? Auch in der Negermiſſion gilt dieſelbe Verheißung. Wenn wir das große Miſſionsfeld überſehen, das von unſern Arbeitern be⸗ arbeitet wird, iſt da der HErr nicht ſichtbar in ſeinem Werke? Haben