# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14 Verhandlungen der einundzwanzigſten Verſammlung heißung, welcher iſt das Pfand unſers Erbes zu unſerer Erlöſung.“ Der ganze Zuſammenhang charakteriſiert wieder den Glauben. Es iſt nicht damit getan, daß man das Evangelium hört und äußerlich an⸗ nimmt, ſondern es muß dazu kommen, daß man ſein Vertrauen auf den HErrn JEſum ſetzt. Die Tatſache, daß wir zum Glauben gekom⸗ men ſind, iſt für uns ein von Gott gegebenes Pfand, daß die ewige Seligkeit in der Vollendung uns gewiß iſt, ſo daß demnach für den Chriſten nichts anderes übrig bleibt, als im Vertrauen, in zuverſicht⸗ licher Hoffnung auf ſeinen Heiland zu leben. Die zweite Stelle, wo von dem Glauben geredet wird, zeigt, wie wir durch den Glauben mit dem HErrn JEſu in Ver⸗ bindung treten. Nachdem er Kap. 2, 4—6 geſagt hatte: „Gott, der da reich iſt von Barmherzigkeit, durch ſeine große Liebe, damit er uns geliebet hat, da wir tot waren in den Sünden, hat er uns ſamt Chriſto lebendig gemacht (denn aus Gnaden ſeid ihr ſelig worden) und hat uns ſamt ihm auferweckt und ſamt ihm in das himmliſche Weſen geſetzt“, fügt er als Erklärung hinzu (V. 8): „Denn aus Gnaden ſeid ihr ſelig worden durch den Glauben.“ Dadurch alſo, daß wir die Er⸗ löſung unſers HErrn JEſu Chriſti, die Vergebung der Sünden, mit dem Glauben angenommen haben und ſie uns zu eigen geworden iſt, ſind wir zu dem HErrn JEſu in ein beſtimmtes Verhältnis getreten. Wo er dann im weiteren Verlaufe des zweiten Kapitels auf den Gegen⸗ ſatz zwiſchen Juden und Heiden kommt, zeigt er wieder, daß es das Charakteriſtiſche des Chriſten iſt, zu glauben und Hoffnung zu haben, im Gegenſatz zu dem früheren Zuſtande der Heiden; während ſie damals keine Hoffnung in der Welt hatten, ſind ſie nun, nachdem der HErr ſie durch die Wirkung des Evangeliums herbeigeführt hat, zum Glauben gekommen, und durch den Glauben haben ſie Hoffnung, die ſie auf den HErrn JEſum ſetzen; denn durch JEſum, unſern HErrn, haben wir Freudigkeit und Zugang in aller Zuverſicht zum Vater; das heißt, durch den Glauben, der in herzlichem Vertrauen beſteht, ſind wir in das innige Kindesverhältnis zu Gott getreten. Im Verlaufe des Briefes macht der Apoſtel in der Form von Er⸗ mahnungen und Gebeten noch mancherlei Bemerkungen, die den Glau⸗ ben ausmalen. So Kap. 1, 17—19: „Gott gebe euch den Geiſt der Weisheit und der Offenbarung zu ſeiner ſelbſt Erkenntnis und er⸗ leuchtete Augen eures Verſtändniſſes, daß ihr erkennen möget, welche da ſei die Hoffnung eures Berufs und welcher ſei der Reichtum ſeines herrlichen Erbes an ſeinen Heiligen und welche da ſei die überſchweng⸗ liche Größe ſeiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung ſeiner mächtigen Stärke.“ Wenn man angeſichts der Dinge, die der Apoſtel hier aufzählt, die Frage ſtellt, was ſie von dem Chriſten for⸗ dern, ſo lautet die Antwort: Nichts anderes als den Glauben. Auch das Verſtändnis, von dem er redet, iſt nicht eine intellektuelle Sache, ſondern das Verſtändnis des Glaubens und Vertrauens. Und nicht