# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1906_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1906. 5 Lehrverhandlungen. Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſt. (Referent: Prof. J. Köhler.) Folgende Leitſätze mögen unſern Verhandlungen zugrunde liegen: I. Was iſt die Einigkeit im Geiſt? A. Was bedeutet der Ausdruck? 1. Nicht die Einheit des Geiſtes als der dritten Perſon der Gottheit in dem Sinne, a) daß er nur der Eine iſt, der in der Kirche waltet, oder b) daß er die Einheit der Kirche ſchafft, ſondern 2. die Einheit des Geiſtes, der das vom Heiligen Geiſte in den einzelnen Chriſten geſchaffene neue Leben iſt. B. Was iſt der Inhalt dieſes neuen Lebens? Glaube, Hoffnung, Liebe. II. Was ſoll uns bewegen, dieſe Einigkeit im Geiſte zu wahren? A. Ihre Bedeutung als eines weſentlichen Stückes der wahren Kirche, von Gott verordnet, von Chriſto hergeſtellt, vom Heiligen Geiſte durchs Evangelium unter den Menſchen ausgeführt. B. Ihre praktiſche Bedeutung im Leben der Chriſten auf Erden. 1. Einheit des Geiſtes und Reinheit der Lehre bedingen ſich gegenſeitig, und ebenſo 2. Einheit des Geiſtes und Reinheit des Wandels. III. Wie ſoll die Bewahrung der Geiſteseinheit geſchehen? A. Bedeutung des Ausdrucks „Band des Friedens“. 1. Nicht der innere Friede mit Gott, ſondern der äußere Friede der Chriſten untereinander, der ſie miteinander verbindet. 2. Dieſer Friede ſteht nicht im Gegenſatz gegen die Wahrheit des Evangeliums oder die Ruhe des Gewiſſens. B. Der Friede wird erhalten durch Demut, Sanftmut, Ge⸗ duld und gegenſeitiges Vertragen. Das alles läßt ſich nur durch die Kraft ausführen, die der HErr gibt durch ſein Evangelium.