# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S65 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1904. 65 A Class. B Class. (Unterklaſſe.) (Oberklaſſe.) Catechism, Catechetics (both classes together) ........................................ 3 hours a week. Bible Reading and Exposition (both classes together) ................................ 2 “ “ Arithmetic .......................................... 5 hours, 5 “ “ German, Reading, and Grammar ........................ 5 “ 5 “ “ English Reading, Analysis, etc. ..................... 2½ “ 2½ “ “ History ............................................. 2½ “ 2½ “ “ Grammar with Exercises .............................. 3 “ 3 “ “ Rhetoric ............................................ 2½ “ “ Physical Geography .................................. 1 hour “ Composition ......................................... 1 hour, 1 “ a month. Geography (both classes together) ................... 5 hours a week. Spelling and Dictation (both classes together) ...... 2½ “ “ Music, vocal and instrumental (both classes together) 5 “ “ TOTAL: 56 “ “ Der Unterklaſſe hat Herr Lehrer Perſſon fünf Stunden wöchentlich Unterricht im Rechnen und beiden Klaſſen fünf Stunden Muſikunterricht er⸗ theilt. Herr Paſtor Schmidt hat dieſelbe Klaſſe im Engliſchen, Deutſchen und in der Geſchichte zehn Stunden wöchentlich unterrichtet. Es beſteht in der Anſtalt auch ein literariſcher Verein, der ſich jeden Freitag⸗Abend von 8 bis ½10 verſammelt. Ein von einer Committee vor⸗ her ausgearbeitetes Programm, beſtehend aus kurzen ſelbſtverfertigten Reden, Debatten, Dialogen, Declamationen und Geſang, wird ausgeführt. Der Verein ſteht unter meiner Leitung. Mit einer Bibliothek iſt auch ein Anfang gemacht wokden. Jedes Glied verpflichtet ſich, monatlich 10 Cents für die Anſchaffung von Büchern zu entrichten; doch haben die wenigſten ihren Bei⸗ trag bezahlen können. An dem Betragen der Studenten habe ich wenig auszuſetzen. Von Anfang an habe ich ſie zur chriſtlichen Selbſtzucht angeleitet. Sie erwählen ihre eigenen Beamten, die darauf zu ſehen haben, daß Zucht und Ordnung ge⸗ halten wird. Dieſe Einrichtung hat ſich gut bewährt. Ein jeder beſtrebt ſich, ein guter Bürger dieſer kleinen Republik zu ſein. Nur Einer hat ſich gegen ſeine Vorgeſetzten aufgelehnt und wollte Anarchiſt ſpielen. Er beanſpruchte mehr Freiheit; er wäre ja “a free man in a free country”. Als der “College campus” ihm zu eng wurde, iſt er ohne Bündel, Bücher und ohne Abſchied zu nehmen, auf und davon, hat auch nichts wieder von ſich hören laſſen. Seine Rechte im Immanuel⸗College hat er natürlich verloren. An dem ſittlichen Betragen der neun Mädchen, für welche dieſelben Schulregeln gelten wie für die Knaben, war nichts auszuſetzen. Da der An⸗ ſtalt vier Orgeln geſchenkt wurden, ſind den Mädchen in ihren Wohnzimmern zwei zur Verfügung geſtellt worden. Daß ſie die Inſtrumente fleißig ge⸗ braucht haben, bezeugen die Fortſchritte, die ſie gemacht haben. Es ſind dies ſämmtlich Mädchen, die ſich ſchon ſeit Jahren in unſern Gemeinden als ernſte