# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S59 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1904. 59 und Tag kein Gotteshaus beſucht hat. Einige der früheren Glieder haben wir an falſchgläubige Kirchen verloren. Aber doch iſt auch hier das Wort des HErrn nicht vergeblich gepredigt worden. Außer einigen Kindern, die getauft wurden, iſt eine Erwachſene durch Confirmation und eine andere durch die heilige Taufe aufgenommen worden. Aber nicht nur äußerlich iſt die Gemeinde gewachſen, ſondern ganz beſonders innerlich. So iſt z. B. gegen jedes Glied, das ſich durch Eintritt in eine falſchgläubige Gemeinſchaft von uns getrennt hat, ein Kirchenzuchtsverfahren eingeleitet worden. Aller⸗ dings gelang es uns in Folge der Blindheit der Leute und ihrer Gering⸗ ſchätzung des Wortes Gottes nicht, ſie zur Buße zu bringen. Aber die Ge⸗ meinde wurde bei dieſer Gelegenheit gründlich unterrichtet über brüderliche Beſtrafung, Kirchenzucht ꝛc., wie auch ſonſt, beſonders bei den Mittwoch⸗ Abendgottesdienſten und Gemeindeverſammlungen, die falſchen Lehren der uns umgebenden falſchen Gemeinſchaften ins hellſte Licht gerückt wurden. So bitten wir die lieben Chriſten der Synodalconferenz, auch in Zukunft ihre Gebete auch für dieſe Miſſionsſtation zu Gott emporſteigen zu laſſen. Und der treue Gott, der dies Werk ſo weit gebracht und es bisher geſegnet hat, wird uns auch ferner beiſtehen und trotz aller Schwierigkeiten und Hinder⸗ niſſe das Werk fördern. Verleihe er ſeinen Dienern Weisheit, Muth, Zu⸗ verſicht, Kraft und Stärke und unſern Negern Treue, daß ſie bei der erkannten Wahrheit bis ans Ende verharren!“ Monroe. Dieſe Station wurde vor etwas mehr als zwei Jahren von Miſſionar Bakke gegründet. Hier war es, wo einſt vor zwei Jahren am Palmſonntag ſich 12 Perſonen zur heiligen Taufe und 15 zur Confirmation eingeſtellt hatten. Seit Prof. Bakkes Verſetzung nach Concord und ſeit Candidat Eſſigs Berufung nach Monroe iſt es hier nicht vorwärts, ſondern rückwärts gegangen. Miſſionar Eſſig hat acht Monate auf dieſem Miſſions⸗ gebiet ausgehalten und iſt kürzlich einem Ruf in die weiße Miſſion nach Pennſylvania gefolgt. Er ſchreibt: „Monroe und Southern Pines ſollten wieder beſetzt, aber ja nicht mehr von einem weißen, ſondern nur von einem ſchwarzen Miſſionar bedient werden, da die weißen Einwohner energiſch dagegen proteſtiren, daß ein weißer Mann eine Negergemeinde be⸗ dient.“ Fünf Monate lang hat Miſſionar Eſſig in Monroe Schule gehalten; er fing mit 35 Kindern an, und als er aufhörte, hatte er nur noch 2 Kinder. Die Seelenzahl in Monroe beträgt 24, die Zahl der Communicirenden 14, die der Stimmberechtigten 3. Die Gottesdienſte wurden durchſchnittlich von 14 Erwachſenen und 8 Kindern beſucht. Southern Pines. Dieſe Station liegt 81 Meilen von Monroe entfernt. Auch hier iſt in den letzten Jahren oft gewechſelt worden, das heißt, ein Arbeiter mußte den andern ablöſen. In den letzten acht Monaten ſtand dieſe Station unter Miſſionar Eſſigs Leitung. Sie zählt 20 Seelen, 11 Communicirende und 2 Stimmberechtigte. Der Kirchenbeſuch betrug durchſchnittlich 10 Erwachſene und 4 Kinder.