# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S58 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 58 Verhandlungen der zwanzigſten Verſammlung Abtheilung in der Schule übernommen. Die Schule ſchloß dies Jahr mit 75 Kindern. „Es geht nun bedeutend beſſer“, ſchreibt Miſſionar Schmidt, „als in meinen erſten Jahren in Bezug auf grobe Sündenfälle, Kirchenzucht, Beſuch der Gottesdienſte und den Genuß des heiligen Abendmahls, Collecten ꝛc. Gottes Wort iſt nicht vergeblich gepredigt worden. Man merkt innerliches Wachsthum. Wachsthum nach außen iſt hier nicht viel zu erwarten, da faſt jeder Neger in der Stadt Glied einer Kirche iſt. Anſtatt der Sonntagsſchule haben wir die regelrechte Chriſtenlehre eingeführt. Der gnädige Gott gebe, daß wir weitere Fortſchritte nach innen und nach außen machen. Vielleicht wäre es nicht unintereſſant, noch zu bemerken, daß, obwohl der Arbeitslohn hier niedriger iſt als in andern Städten, ſelbſt hier in North Carolina, doch 14 von unſern Familien ihr eigenes Heim beſitzen, zum Theil ohne Schulden.“ Die Station Sandy Ridge wird auch von P. Ph. Schmidt bedient. Seit der Organiſation in Sandy Ridge (im Juli 1902) wurden hier 5 Kin⸗ der und 1 Erwachſene getauft, 9 Erwachſene confirmirt, 2 Paare getraut und 1 chriſtlich beerdigt. Ein Glied verloren wir durch Wegzug, dagegen wur⸗ den 12 Seelen, die aus Schweſtergemeinden entlaſſen wurden, aufgenommen. Communicirt haben 97. Die Einnahme betrug $65.82. Die Gemeinde zählt jetzt 38 Seelen, 26 communicirende und 7 ſtimmberechtigte Glieder. Wäh⸗ rend der letzten zwei Jahre ſtand dem Verluſt von 2 Seelen ein Zuwachs von 26 Seelen gegenüber. Die kleine Gemeinde hat 2 Acker Land gekauft und außerdem $45.00 unter ſich collectirt und iſt jetzt daran, eine Kapelle zu bauen, und gedenkt nächſtens, fröhliche Kirchweihe zu feiern. Charlotte und Meyersville. Die Miſſionsarbeiter dort ſind P. Theo. Buch und ein Herr Reid (Neger), der Schule hält. Die Gemeinde iſt viel geſtört worden, vor einigen Jahren dadurch, daß der früher zu uns ge⸗ hörende Negerpaſtor Phifer ſie verlaſſen und eine Oppoſitionsgemeinde ge⸗ gründet hat. Die Seelenzahl in der Gemeinde beläuft ſich auf 54; darunter ſind 27 communicirende und 8 ſtimmfähige Glieder. In der Schule arbeitet ſeit Lehrer Perſſons Verſetzung Herr Reid (Neger), und zwar mit großem Fleiß und großer Treue. Trotzdem in dieſem Schul⸗ jahr keine Schuhe und Kleider verſchenkt wurden, war der Schulbeſuch ziem⸗ lich regelmäßig. Zwar kamen die Kinder oft in ſehr ärmlicher Kleidung, aber ſie kamen doch. Und ſie haben auch gelernt. Beſonders hat Lehrer Reid es verſtanden, den Kindern Liebe zur bibliſchen Geſchichte und zum Katechismus einzuflößen, was für dieſe Kinder, mögen ſie ſich nun ſpäter uns anſchließen oder nicht, von großem Nutzen ſein wird. Die Schülerzahl war 76. Miſſionar Buch ſchreibt u. a.: „Seit letztem Sommer bediene ich die beiden Stationen Charlotte und Meyersville. Wie faſt überall, ſo iſt auch hier in Charlotte das Arbeitsfeld ein ſchwieriges. Jeder Neger gehört wenigſtens dem Namen nach zu irgend einer Kirche, wenn er auch ſeit Jahr