# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S57 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1904. 57 beläſtigt wurden, haben ſich ſtandhaft erwieſen. Sodann iſt die Oppoſition Seitens der Römiſchen geradezu entmuthigend. Viele Beiſpiele könnten als Beleg hierzu dienen. So wurde u. a. einer jungen Frau, die ich fünf Monate auf die Confirmation vorbereitet hatte, von ihrer Mutter und haupt⸗ ſächlich von katholiſchen Freunden ſo ſehr zugeſetzt, daß ſie noch gerade eine Woche vor der Confirmation uns den Rücken kehrte. Drei meiner hoff⸗ nungsvollſten Schüler ſind nun zur katholiſchen Kirche übergetreten, nicht aus eigenem Antrieb, ſondern verführt durch ihre katholiſchen Verwandten und Bekannten. — Doch, trotz alledem geht es hier auf unſerer Miſſions⸗ ſtation nicht rückwärts, ſondern vorwärts, wenn auch nur langſam.“ Vor Kurzem hat Miſſionar Weinhold zwei neue Predigtplätze angefangen und predigt dort einmal im Monat. Dieſe Predigtplätze hat er nicht aufgeſucht, ſondern die Leute haben den Miſſionar aufgeſucht und ihn aufgefordert, dort zu predigen. Folgende Amtshandlungen wurden vollzogen: Getauft wurden 14 (dar⸗ unter 3 Weiße), confirmirt 8 (5 Erwachſene und 3 Kinder), getraut 6 Paare, chriſtlich beerdigt 6. Das heilige Abendmahl haben alle Communicirenden durchſchnittlich viermal des Jahres genoſſen. Eine geringe Anzahl geht acht⸗ bis zehnmal des Jahres. An Geld hat die kleine Gemeinde in den letzten zwei Jahren $300.00 aufgebracht. Seit Januar zahlt ſie regelmäßig $10.00 monatlich in die Synodal⸗Miſſionskaſſe. An der Sonntagsſchule — oder vielmehr Chriſtenlehre — betheiligt ſich die ganze Gemeinde mit großem Intereſſe, und das Wachsthum in der chriſtlichen Erkenntniß iſt nicht zu verkennen. Die Gemeindeverſammlungen, die jeden Monat ſtattfinden, werden gut beſucht; brüderliche Ermahnung und Beſtrafung nach Gottes Wort geht im Schwange. Die Gottesdienſte werden von den Gemeinde⸗ gliedern regelmäßig beſucht. Doch kommen die „Fremden“, das heißt, ſolche Katholiken, die ſich früher regelmäßig einſtellten, nicht mehr ſo häufig, ſie ſind eingeſchüchtert worden. Der Schulbeſuch war auch in den letzten Jahren ſehr gut. Die Kinder lernen fleißig und ſind gehorſam. Beſehen wir uns nun die Miſſionsſtationen in North Carolina. Concord. Die Miſſionsarbeiter dort ſind P. J. Ph. Schmidt und Lehrer H. L. Perſſon. Die Gemeinde zählt zur Zeit 150 Seelen, 63 com⸗ municirende und 15 ſtimmberechtigte Glieder. Getauft wurden 11 (8 Kin⸗ der und 3 Erwachſene), confirmirt 4, getraut 6 Paare und begraben 7. Die Zahl der Communicanten beträgt 390. 14 Seelen erhielten wir von Schweſter⸗ gemeinden, dagegen wurden an dieſe 13 entlaſſen, 3 Glieder wurden “back- sliders”, das heißt, ſie fielen ab. Im Ganzen beläuft ſich der Verluſt auf 23, der Zuwachs auf 26 Seelen. Die Totaleinnahmen betrugen $349.00. Die Lehrerſtelle, die das erſte Jahr vacant war, wurde letzten Sommer durch die Verſetzung Herrn Lehrer H. L. Perſſons von Charlotte, N. C., hierher wieder beſetzt. Darüber herrſcht große Freude in der Gemeinde. In beiden Jahren hat eine farbige Lehrerin von Januar bis März eine zweite