# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1858_S326 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 326 Ströbel und „Lehre und Wehre.“ Was die andere von Ströbel uns gemachte Ausstellung betrifft, so ist dieselbe in folgenden Schlußworten seiner Recension enthalten: „Als die andere „„jetzt brennende Frage““ nennt der Prospect die „„vom heiligen Predigtamt““, und die Zeitschrift wird gleich mit einem Aufsatze von O. Fürbringer („„Zur Lehre vom heiligen Predigtamt““) gegen Wucherers auf das römische Sacrament der Ordination gegründete Theologie eröffnet. (Januar 1855) Außerdem beschäftigen sich, direct oder indirect, mit dem Gegenstande noch: „„Eine Erklärung Hrn. Pfarrer Löhe's““ u. s. w., von Wyneken (März 1855), — „„Möge jeder merken!““ (ebendas.), — „„Aehrenlese aus den Zeitschriften der alten Heimath““ (Juni 1855), — „„Stimmen der Brüder in Deutschland““ u. s. w. (ebendas.), — „„Die Erlanger Zeitschrift für Protestantismus und Kirche““ (Juli 1855), — „„Thesen über die Kirche““ u. s. w. (December 1855), — „„Der Verfall der Kirche stößt die Lehre vom Amt nicht um““ u. s. w. (Januar 1856), — „„Das kirchliche Informatorium““, von Röbbelen (Februar 1856), — „„Vermischte kirchliche Nachrichten““ (Juni 1856), — „„Ein Antwortschreiben““ u. s. w. (August 1856), — „„Der Ständeunterschied in der Kirche““, von Walther (sehr gut! October 1856; dazu: „„Ein Zeugniß Martin Chemnitzens von dem rechten Verstand der Lehre von den 3 Ständen““, December 1856, und ebendas.: „„Eine Erklärung in Betreff der Lehre von der Kirche““), — „„Aus einem Briefe eines Predigers der Missourisynode““ u. s. w. (Februar 1857). Wie bekannt, haben die missourischen Lutheraner die reine, evangelisch⸗lutherische Amtslehre unserer symbolischen Bücher; nur ist sehr zu beklagen, daß sie bei der practischen Behandlung der „„brennenden Frage““ sich haben vom rechten Wege abziehen lassen. Der Gegensatz, die kryptopapistische, aber für lutherisch gelten wollende, Doctrin trat ihnen in eingefleischter Concretheit gegenüber in Grabau, dem Oberhaupte „„der aus Preußen ausgewanderten lutherischen Kirche““ buffaloer Confession. Die Art, wie sie gegen ihn den Streit führten, hat ihnen viele Verlegenheiten bereitet, und ich fürchte, sie sind damit noch nicht am Ende. Sie haben leider gleich von vorn herein ihren Mann falsch genommen. Grabau ist der americanische Stier*), ein aufgeblasener Neuerer, der die Religion aus den Fingern saugt, und dessen ganze Stärke in Kraftausdrücken besteht, hinter denen nichts steckt. Statt ihn von dieser Seite mit aller Energie anzufassen, haben die missourischen Lutheraner den verhängnißvollen Mißgriff gethan, mit ihm als mit einem Glaubensgenossen zu verhandeln; was um so unbegreiflicher bleibt, als er sein „„Lutherthum““ beständig nur durch den lucus a non lucendo, den papistischen Amtsconflict mit der Reformation, zu beweisen vermochte. O hätten die lutherischen Missourier den fulminanten Schlag⸗ und Scheltworten ihres Widersachers stets Trotz geboten, statt eine Scheinconcordie mit ihm zu suchen! In der Wirklichkeit werden sie den Buffaloern doch jederzeit als „„Rottenhäupter““ und „„Wölfe““, jene ihnen *) „Was Wunder, daß er mit seinem deutschen Facsimile liebäugelt? Similis simili gaudet. Uebrigens hat das buffaloer Orakel mich unter die „Unirten“ versetzt. Auch gut!“