# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 48 Verhandlungen der zwanzigſten Verſammlung mit Fleiſchlichen, wie mit jungen Kindern in Chriſto. Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht Speiſe; denn ihr konntet noch nicht; auch könnet ihr noch jetzt nicht.“ Wir dürfen ſie aber auch nicht fallen laſſen, denn ob wir ihnen auch zu⸗ nächſt, bis ſie die nöthige Reife erreicht haben, das Sacrament verweigern, ermahnen wir ſie doch mit Petro, um ſie von allem ſündlichen Weſen loszu⸗ reißen, dagegen ſie mit Chriſto zu verbinden und ihm zu gewinnen, wie Petrus das thut 1 Petr. 2, 1—4.: „So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug, und Heuchelei, und Neid, und alles Afterreden; und ſeid gierig nach der vernünftigen lautern Milch als die jetztgebornen Kindlein, auf daß ihr durch dieſelbige zunehmet; ſo ihr anders geſchmecket habt, daß der HErr freundlich iſt; zu welchem ihr kommen ſeid, als zu dem lebendigen Stein, der von den Menſchen verworfen, aber bei Gott iſt er auserwählet und köſtlich.“ Auf Grund der heiligen Schrift können wir nur ſo ſtehen, daß wir einem Mitbruder in der Gemeinde, der zur Loge übergetreten iſt, das Sacra⸗ ment des Altars nicht eher reichen, als bis er das Sündhaftige des Logen⸗ weſens erkannt hat und aus der Loge wieder ausgetreten iſt. Durch ſeinen Eintritt in die Loge iſt er von uns geſchieden. Und will er bei der Loge bleiben, ſo gilt für uns um des Weſens der Loge willen für unſere Stellung zu den Logenleuten, was Luther zu Matth. 7, 6. ſchreibt: „So will nun Chriſtus ſagen: Wo ihr ſehet, daß man eure Predigt will verachten und mit Füßen treten, ſo habt keine Gemeinſchaft mit ihnen und thut euch von ihnen, wie Matth. 18, 17. euch ſagt: Wer dich und die Gemeinde nicht höret, den halte als einen Heiden und Zöllner. Alſo daß man ihnen ſage, daß ſie nicht Chriſten, ſondern verdammte Heiden ſind, und ihnen nichts wolle gepredigt haben, und keinen Theil unſerer Güter laſſen, wie St. Petrus Apoſt. 18, 20. 21. zu Simon Mago ſagt. Alſo thue ich und alle, die mit Ernſt pre⸗ digen, daß wir uns nicht theilhaftig machen ihrer Sünde. Denn Gott will nicht, daß wir ſo heucheln ſollen mit unſern Rotten, als wäre ihre Lehre recht, ſondern müſſen ſie für Feinde halten, als von ihnen geſondert mit dem Evan⸗ gelio, Taufe, Sacrament und allem, was ſie lehren und leben. Alſo auch müſſen wir den Unſern ſagen, wenn ſie wollen am Evangelio Theil haben, daß ſie uns nichts überall verachten, ſondern ihre Frucht beweiſen, daß ſie es mit Ernſt meinen, und zum wenigſten das Wort und Sacrament in Ehren halten, und ſich mit Demuth dazu ſtellen. „Wir predigen und ermahnen jedermann, wer es annehmen und mit uns halten will; wer aber nicht will und doch mit dem Schein und Namen des Evangelii oder chriſtlicher Brüderſchaft uns verachtet und mit Füßen will treten, wider ſolche brauchen wir auch der Kunſt, daß wir ſie den Schein laſſen haben, aber im Grunde alles wieder zu uns nehmen, daß ſie nichts überall behalten. Denn wir haben den Befehl, daß wir uns von ihnen ſon⸗ dern, ob wir's wohl nicht gerne thun, und lieber wollten,