# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 42 Verhandlungen der zwanzigſten Verſammlung nicht erſt weitläufig auseinandergeſetzt zu werden. Hier kann der Menſch nichts aus ſich ſelber, dort kann er alles; hier geht nichts ohne den HErrn JEſum Chriſtum, dort geht ohne ihn alles; hier herrſcht Gottes Wort über die gefangene Vernunft, dort triumphirt die entfeſſelte Vernunft über das gefangen gehaltene Wort. Die Loge verdirbt die Lehren des Evangeliums bis zum Antichriſtenthum. Luther ſchreibt zu 1 Petr. 1, 18. 19.: „Wiſſet, daß ihr nicht mit ver⸗ gänglichem Silber oder Gold erlöſet ſeid von eurem eiteln Wandel nach väterlicher Weiſe, ſondern mit dem theuren Blut Chriſti“ folgendermaßen: „Was nicht durch das Blut gewaſchen wird, iſt alles vergiftet und verflucht durch das Fleiſch; daraus folgt nun: je mehr ſich ein Menſch unterſteht, fromm zu machen, und Chriſtum nicht hat, daß er ſich nur mehr hindert und je tiefer in die Blindheit und Bosheit fällt, und ſich an dem theuren Blute verdammt. Die äußerlichen groben Sünden wider die andere Tafel ſind noch gering gegen dieſem, daß man lehret, wie man ſoll fromm werden durch unſer eigen Werk und Verdienſt, und Gottesdienſt aufrichtet nach unſerer Vernunft, welches ſind Sünden wider die erſte Tafel, dadurch das unſchuldige Blut am höchſten verunehret und geläſtert wird. . . . Darum iſt menſchliche Frömmigkeit eitel Gottesläſterung und die allergrößte Sünde, die ein Menſch thut.“ Mit dieſem Lutherwort iſt auch zugleich die Meinung derer gerichtet, die da ſagen, man müſſe den Logen das eine laſſen, daß ſie mit ihren mora⸗ liſchen Erziehungsbeſtrebungen unter dem groben, abgefallenen, ungeſchlachten Volk doch immer noch einiges Gute und Nützliche für die menſchliche Geſell⸗ ſchaft ausrichten. Wir könnten dies vielleicht unterſchreiben, wenn die Loge weiter nichts thäte, als die einfache natürliche Moral mit natürlicher Be⸗ gründung fordern; aber wo ſie lehrt und wie ſie lehrt, treibt ſie die Teufel aus durch den Oberſten der Teufel, beſſert ſie nichts, ſondern verdirbt nur, wie Luther hier ſagt: „Je mehr ſich ein Menſch unterſteht, fromm zu machen, und Chriſtum nicht hat, daß er ſich nur mehr hindert und je tiefer in die Blindheit und Bosheit fällt.“ Wo nun ſolches gelehrt wird, da gehören unſere Perlen nicht hin. Hier ſoll der Troſt des Evangeliums nicht geſprochen werden. Die Predigt des Evangeliums ſoll nicht entzogen, der Troſt, den das Evangelium offen⸗ bart, ſoll nicht verſchwiegen werden, aber das, was ein Sacrament thut, das ſoll nicht geſchehen. Das iſt da nicht am Platz, das weiß man da nicht zu würdigen, dafür iſt man da nicht bereit. Was thut ein Sacrament? „Ein Sacrament iſt eine heilige Handlung, von Gott geordnet, darinnen durch gewiſſe äußerliche Mittel himmliſche Gnadengüter ausgeſpendet werden, dadurch Gott die Gnadenverheißungen des Evangeliums den Menſchen an⸗ bietet, zueignet und verſiegelt.“ Derjenige, welcher das heilige Abend⸗ mahl genießt, hört nicht nur die Botſchaft, daß Chriſtus für die Sünden der Welt geſtorben iſt und Vergebung der Sünden erworben hat; ihm wird ge⸗