# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S34 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 34 Verhandlungen der zwanzigſten Verſammlung Reihe des „Nächſten" geſtrichen. Dazu zählen nur die Mitglieder der Loge. Die vielgeprieſene Verſorgung der Wittwen und Waiſen beſteht in der Aus⸗ zahlung einer beſtimmten Summe, womit die Verſorgung ihren Abſchluß erreicht hat, einerlei ob ſie genügt oder ausreicht. Die geſchäftliche Thätig⸗ keit einer Verſicherungsgeſellſchaft wird in der Loge zur Wohlthätigkeit ge⸗ ſtempelt, was von vorneherein die Begriffe der Loge von Humanität, Treue, Wahrheit, brüderlicher Liebe ꝛc. brandmarkt. Wenn es auch z. B. im Ritual der Pythiasritter heißt: „Die hohe und unüberſteigbare Schranke, die den Menſchen von ſeinem Mitmenſchen ſchied, iſt gefallen. Alle ſitzen als Brüder zuſammen in Eintracht und Liebe. Die Nachkommen Abrahams und die Anhänger des Halbmondes ſind vermiſcht mit denen vom Kreuz zu einer glücklichen Familie, keinen Unterſchied im Bekenntniß und Glauben kennend", ſo zeigen ſie nicht nur, indem ſie das Unmoraliſche einer ſolchen Vereinigung nicht erkennen, ſondern auch, indem ſie ihre ſogenannte Liebe nur auf die ſo Vereinten erſtrecken, daß ihre Moral auf einer ſehr niedrigen Stufe ſteht und nichts gemein hat mit der durch den Apoſtel ge⸗ offenbarten, der da ſpricht: „Laſſet uns Gutes thun an jedermann, allermeiſt aber an des Glaubens Genoſſen." Sie lehren Moral, lehren ſie durch Wort, Bild und Beiſpiel, und zur Morallehre haben ſie kein Recht. Moral zu lehren ſteht nicht einmal dem Staate zu. Er hat ſie zu fordern, einfach zu fordern und das Schwert zu gebrauchen, wenn ſie ihm nicht geleiſtet wird; er iſt ein Beſtrafer des Böſen und Belohner des Guten; aber zu lehren hat er ſie nicht. Wie darf ſich die Loge erdreiſten, ſich zur Morallehrmeiſterin aufzuwerfen! Sie will aber nicht nur Moral fordern und lehren, ſie will auch mora⸗ liſche Menſchen machen. Zu dem Zweck baut ſie Bruderſchaft auf und verleiht den Brudertitel. Das Bewußtſein der Bruderſchaft ſoll nun die Triebfeder, die innere Macht und Kraft ſein, die den Logenbruder zu einem moraliſchen Leben treibt. Dies tritt klar aus den vorher verleſenen Aus⸗ zügen und den Ritualen der verſchiedenen Logen zu Tage. Der Grund, der hier gelegt wird, iſt falſch, das Mittel, das zur Erziehung eines moraliſchen Menſchen dienen ſoll, kraftlos. Der Grund, da ich mich gründe, Iſt Chriſtus und ſein Blut. Die Logen — mit den Freimaurern an der Spitze — ſind Bauleute, die den Eckſtein verwerfen. Alles, was ſie aufbauen wollen: Bruderſchaft, brüderliche Liebe, Liebe, Treue, Wahrheit, wahre Humanität ꝛc., läßt ſich nur lernen, wenn man Chriſtum bringt, kann nur da ſein, wo Chriſtus wohnt, kann nur der haben, der da ſprechen kann: „Ich lebe, doch nun nicht ich, ſondern Chriſtus lebet in mir." Chriſtus muß A und O, Anfang und Ende ſein. Darum iſt uns auch ſchon der Umſtand, daß die Logenleute ſich Bruder nennen, anſtößig. Sie gründen ihre Bruderſchaft nicht auf den Glauben an