# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1904. 31 Wittwen und Waiſen derer, welche nach ihrer moraliſchen und körperlichen Verfaſſung Glieder werden können, zu verſorgen. Bei deiner Aufnahme biſt du genau geprüft worden." (Folgt eine Schilderung der Prüfung.) „Dies illuſtrirt aufs ſchönſte, welche Segnungen zu gewinnen ſind dadurch, daß man Glied dieſes Ordens wird. Wenn du ſtirbſt, haſt du den Troſt zu wiſſen, daß du Brüder haſt, die dir verpflichtet ſind, die Deinen zu ver⸗ ſorgen . . . in dieſer kalten, kalten Welt. Wir glauben, daß du deine ganze Hoffnung auf den Erbauer des Weltalls ſetzeſt, der allein dein Schickſal niederreißen und aufbauen kann. . . . Da du biſt nun würdig erfunden, Theil zu haben an den Vorrechten dieſes Ordens, mußt du dich deſſen be⸗ wußt ſein, daß deine Pflichten im Verhältniß zu deinen Rechten gewachſen ſind. Laß es immer deinen Wunſch und ſtetig Ziel ſein, dich des Vertrauens, das die Ritter dieſes Tents in dich geſetzt, würdig zu erweiſen. Laß feurigen Eifer dich anſpornen in der Ausübung der verſchiedenen Pflichten, die dir zugefallen ſind. Sei ſtets voll Eifer für Wachsthum und Wohlergehen der Ritterſchaft. Sei treu gegen die Glieder dieſes Tents und des ganzen Ordens. Laß deinen Lebenswandel achtunggebietend ſein. Wenn Unglück über dich kommt, während du deinen Pflichten treu nachkommſt, vertraue darauf, daß du unter den Maccabäern Freunde findeſt, die dich in deinem Kummer tröſten werden, und gedenke immer als Tröſtung und Hoffnung auf beſſere Zeiten, daß der Stein, den die Bauleute verworfen, zum Eckſtein geworden iſt. Mein Genoſſe, ich taufe und ſchaffe dich zum Maccabäer." Die neue Schweſter der Rebekka⸗Loge wird unter anderm mit folgen⸗ den Worten als neues Mitglied angeredet: „Liebe Freundin, heute Abend biſt du mit uns durch brüderliche Bande verknüpft worden und haſt unſere Verpflichtungen übernommen und biſt eine der Unſrigen geworden. Lerne nun, daß unſere höchſte Aufgabe iſt, die Eigennützigkeit zu zerſtören. Unſer Orden lehrt, daß es nur Eine Familie gibt, und daß wir zur Gemeinſchaft beſtimmt ſind, daß wir Arm und Reich, Hoch und Niedrig nicht als wider⸗ ſtreitende Elemente anzuſehen haben, ſondern als ſolche, die einer des andern Laſt tragen ſollen. . . . Solche Unterweiſungen gebend, ſolche Werke aus⸗ richtend, auf ſolchen unwandelbaren Grundſteinen wie Freundſchaft, Liebe, Wahrheit gegründet, ſteigt das mächtige Machwerk des Ordens zum Himmel empor. . . . Schweſter (ſo ſollſt du nun heißen), empfange aus meiner Hand dies Abzeichen als Merkmal der Rebekka⸗Loge, in welche ich dich jetzt für aufgenommen erkläre. Sei treu deinen Verpflichtungen, weiche nicht vom rechten Wege, ſtrauchle nicht, werde nicht müde, Gutes zu thun. . . . Ihr Glieder und Beamten, ich ſtelle euch jetzt die Schweſter" (folgt der Name) „vor, welche unterrichtet worden iſt in den Geheimlehren der Rebekka⸗Loge und als rechtmäßiges Glied dieſer Loge aufgenommen iſt." Kein Ritual hat der Orden der Hermannsſöhne, doch hat ihre Conſti⸗ tution ein officielles Vorwort, das Aufſchluß über Zweck und Weſen dieſer Loge gibt, ſo klar und unmißverſtändlich, wie man es ſich nur wünſchen