# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S29 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1904. 29 thums dich allezeit animiren, und möge dein Lebenswandel nie in Wider⸗ ſpruch treten zu dem neuen Charakter, den du angenommen haſt.‘" Nachdem der Aufgenommene den Grad der Freundſchaft paſſirt hat, ſagt der Noble Grand bei Einführung in den Grad der brüderlichen Liebe unter vielem andern, darin auch beſonders der barmherzige Samariter und Moſes gerühmt werden, Folgendes: „Im Grade der Freundſchaft haſt du Pflichten übernommen, welche deine Beziehungen zu vielen Menſchen geän⸗ dert haben. . . . Freundſchaft führt zu brüderlicher Liebe, welche den Starken treibt, dem Schwachen zu helfen; den Jungen, das Alter zu ehren; den Reichen, dem Armen zu helfen; den Gebildeten, den Ungebildeten zu beleh⸗ ren; den Geſunden, den Kranken zu pflegen — und treibt jedermann, die Güte des Vaters nachzuahmen. . . . O . . . Gliedſchaft in einer Loge iſt nichts; die Verpflichtung zur Freundſchaft iſt nichts; das Bekennen unſerer Grund⸗ ſätze iſt weniger als nichts, ohne daß wir die brüderliche Liebe haben, welche das Bindemittel unſerer Vereinigung iſt. . . . Und jetzt erkläre ich dich kraft der Autorität des unabhängigen Ordens der Oddfellows zum Bruder des Grades des königlichen Blaus oder der brüderlichen Liebe." Bei Aufnahme in den Hauptgrad, den dem königlichen vorhergehenden Grad der Treue, heißt es: „Bruder, du trittſt jetzt in den letzten Vorgrad, der die bisherige Arbeit an dir krönt, und wir widmen dieſen Grad den Principien der Wahrheit, welche folgerichtig in dieſen Theil unſerer Arbeit eingereiht iſt, denn ſie folgt gleich auf die Liebe und iſt innig mit ihr ver⸗ knüpft. Sie iſt die ſofortige Folge der echten ſteten Liebe. Wenn du treu zu deinen Pflichten ſtehſt, wird alles, was du ſagſt und thuſt, Wahrheit ſein und deinen Charakter in markanter Weiſe ſchmücken. Wenn Liebe das funda⸗ mentale Element aller Moral iſt, iſt Wahrheit die Haupttugend. Sie iſt der Schatz, nach dem der aufrichtige Geiſt immer ſucht, ſie iſt das Ziel all unſers Forſchens. Sie muß über das Gute und Echte entſcheiden; ſie verurtheilt das Verkehrte und die Sünden und Lügen der Welt. . . . Ein Mann der Wahrheit iſt der beſte und ſtärkſte; ſeine Seele iſt wie klares Quellwaſſer, das Himmelslicht wiederſtrahlt, und iſt voll von wahrem Leben. . . . Er be⸗ glückt und reinigt ſeine Umgebung" ꝛc. Die Knights of Pythias erklären unter Schwertſchlag den vor dem Großkanzler Knieenden folgendermaßen zum Ritter des Ordens. Der Groß⸗ kanzler ſagt im letzten Grade: „Kraft meines Amtes als oberſter Comman⸗ dirender der Loge und im Namen des Geſammtordens creire ich dich zum Ritter. Sei freundlich, vorſichtig, tapfer. Wer die Sporen gewinnt, ſoll ſie tragen. Erhebe dich, Pythiasritter" (es folgt der Name), „und empfange das Inſignium der Ritterſchaft. Das Kleinod, womit ich dich jetzt ſchmücke, iſt das Emblem des höchſten Ranges, den dieſe Loge geben kann. Wir ſind feſt davon überzeugt, daß du dich derſelben würdig zeigen wirſt. Als Pythias⸗ ritter rede die Wahrheit, tritt ein für das Rechte, ſchütze die Schwachen, helfe den Nothleidenden, ſei ſtets deſſen eingedenk, daß du, indem du in deiner