# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S27 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1904. 27 bleibt nichts übrig als eine Abwickelung der geſchäftlichen Verhandlungen bei verſchloſſenen Thüren, durch die nur mittels eines Paßwortes Durchgang zu erlangen iſt. Ueber das vorerwähnte Myſterienhafte der Loge erſt weit und breit ſich auszulaſſen, iſt unnöthig; das ſpricht ſich in unſern Augen ſein Urtheil ſelbſt, kann uns aber auch immer noch kein klares Bild von dem Geſammt⸗ logenweſen geben. Aber über die Geheimthuerei überhaupt gilt es doch wohl ein Wort zu ſagen. Es gibt manche Dinge, die wir in der Stille thun, die wir nicht jedermann ſehen und wiſſen laſſen. Aber es ſind Dinge, von denen doch bekannt iſt, was ſie ſind und daß wir ſie thun. Vom moraliſchen Standpunkt aus iſt gegen ſolchen Ausſchluß der Oeffentlichkeit nichts einzuwenden, im Gegentheil, es iſt geboten. Den Ausſchluß der Oeffentlichkeit fordert die Moral. Wenn aber eine Reihe von Leuten ſich verbindet und mit Ausſchluß der Oeffentlichkeit und Ausſchluß der großen Maſſe der Mitmenſchen und Mitbürger Dinge treibt, von denen dieſe nicht wiſſen und wiſſen ſollen, was ſie ſind und was ſie an⸗ ſtreben, ſo iſt das nicht vereinbar mit der Nächſtenliebe, die nicht das Ihre, ſondern das, was des andern iſt, ſucht, es iſt ein Vergehen gegen die Mitmenſchen und darum unmoraliſch zu nennen, wobei das, was ſie treiben, abſolut nicht unmoraliſch zu ſein braucht. Aber, wie geſagt, jeder Loge können wir dieſen Vorwurf nicht machen. Das Logenweſen iſt damit noch nicht charakteriſirt. Wollen wir die Loge wirklich kennen lernen, ſo müſſen wir ſie ſelbſt reden laſſen; ihr eigentliches Weſen wird da offenbar werden, wo ſie ſich darüber hören läßt, was ſie denen, die ſie in ihre Mitte aufnimmt, ver⸗ ſpricht, was ſie aus ihnen machen will und wie ſie zu dieſem ihrem Ziele gelangen will. — Was eine Perſon, die ein Logenglied wird, dadurch, daß ſie Logenglied wird, hat und wird, was die Loge aus ihr machen will, und wie die Loge dies ausrichtet, das iſt das eigentlich Weſentliche am Logenweſen. Dies wird entweder ſchon da, wenigſtens zum Theil, zu Tage treten, wo die Loge in ihrer Conſtitution offen ihren „Zweck" proclamirt, oder da, wo ein Neu⸗ aufgenommener, nachdem er durch ſämmtliche Ceremonien der Einführung hindurchgegangen iſt, vom Oberhaupte als berechtigtes Glied der Loge aner⸗ kannt und begrüßt wird. Wir bringen nun im Folgenden aus den Ritualen der vorher erwähnten Logen die officiellen Begrüßungsworte, die vom Vor⸗ ſitzenden an die ſoeben aufgenommenen Glieder gerichtet werden. Wir beginnen mit den Freimaurern. Der Freimaurer muß durch eine ganze Reihe von Graden hindurch. Wir greifen ein paar Grade heraus, z. B. den dritten und ſechsten Grad. Nach der Aufnahme in den dritten Grad ſagt laut des Rituals der älteſte Decan zu dem Aufgenommenen: „Bruder" (folgt der Name), „ſeit deinem Eintritt in die Loge der Freimaurer biſt du jetzt vorgeſchritten bis zu den