# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1904_S16 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 16 Verhandlungen der zwanzigſten Verſammlung HErr, ein Bekenntniß ablegen für die Kraft meines Todes. — „Bis daß er kommt." Hört mit dem Wiederkommen des HErrn die Verkündigung ſeines Todes auf? Nein, denn im Himmel wird noch in alle Ewigkeit der Tod des HErrn verkündigt, indem Preis, Ehre und Anbetung geſungen wird dem Lamme, das erwürget iſt. Aber das καταγγέλλειν hört auf. Das Kreuzeszeichen wird kein Zeichen mehr ſein, dem widerſprochen wird; denn wenn der HErr wiederkommt, werden ſich aller Kniee vor ihm beugen und bekennen, daß er der HErr ſei. Bis aber der HErr kommt, ſollen die Seinen mit ihrem Abendmahls⸗ genuß καταγγέλλειν, ein Zeugniß ablegen wider alle falſche Lehre, und die Eine wahre, ſeligmachende Lehre der Apoſtel und Propheten bekennen. Sehr richtig ſchreibt Michael Wüling: „Die heiligen Sacramente ſind Sym⸗ bole, Loſungen, Feldzeichen des chriſtlichen Bekenntniſſes der himmliſchen Wahrheit, des lebendigen Glaubens und wahrer Gemeinſchaft der Kirchen Chriſti." Er ſetzt deshalb mit gutem Grund hinzu: „Welche nun der falſchen, irrigen Lehre beipflichten, können der heiligen Sacramente nicht ohne böſes Gewiſſen und Namen, ja, ohne Aergerniß der Schwachgläubigen gebrauchen." (Dedekennus, „Thesaur.", vol. I. P. 2. f. 364.) Nur wer mit uns vollſtändig einig iſt im Glauben, kann mit uns Theil nehmen am Tiſche des HErrn. Wer anders lehrt und lebt, als das Wort Gottes lehrt, iſt uns herzlich willkommen als Hörer in unſerm Gottesdienſt, aber als Gaſt beim Sacrament können wir ihn nicht willkommen heißen. Wir würden ſonſt aufhören, zu καταγγέλλειν τὸν θάνατον τοῦ κυρίου, ſobald wir das letztere thun würden. Es genügt nicht, daß jemand, der mit uns zum Sacrament gehen will, mit uns eins iſt in der Lehre vom heiligen Abend⸗ mahl, daß wir unter dem Brode und Weine Chriſti wahren Leib und Blut eſſen und trinken, wie er nach 1 Cor. 11, 29. denken könnte, wo der Apoſtel den unwürdig nennt, der nicht unterſcheidet den Leib des HErrn und ihn ſchuldig macht des Leibes und Blutes Chriſti, ſondern weil der Tod des HErrn bekannt werden ſoll, muß er mit uns eins ſein in der ganzen Heils⸗ lehre des Evangeliums von Anfang bis zu Ende; denn wir predigen Chri⸗ ſtum, den Gekreuzigten. Wir ſchließen die Stellen, die wir hier betrachten, mit 1 Cor. 10, 16. ff. In V. 16. heißt es: „Der geſegnete Kelch, welchen wir ſegnen, iſt der nicht die Gemeinſchaft des Blutes Chriſti? Das Brod, das wir brechen, iſt das nicht die Gemeinſchaft des Leibes Chriſti?" Der Apoſtel redet vom Brod und vom Wein, ſagt, mit ihnen ſei verbunden Chriſti Leib und Blut, und erklärt ſie als die Mittel, uns den Leib und das Blut Chriſti darzureichen. — V. 17.: „Denn Ein Brod iſt's, ſo ſind wir viele Ein Leib, dieweil wir alle Eines Brodes theilhaftig ſind", das heißt: Alle, die eſſen und trinken, machen zuſammen ein Ganzes, nämlich den Leib, den geiſtlichen Leib, die Kirche unſers HErrn JEſu Chriſti. Durch ſolches Eſſen und Trinken ſtehen ſie in genauer Verbindung, in engſter Gemeinſchaft mit Chriſto und einer mit dem andern.