# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1858_S322 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 322 Ströbel und „Lehre und Wehre.“ rische Stümper auch in America fortkommen können, sucht die neue Zeitschrift nach besten Kräften zu verhindern; sie weiß von den Reformatoren mehr, als daß sie Brod gegessen und torgisch Bier getrunken, und verlangt darum auch von ihren Freunden ein tiefergehendes Wissen. Was Prof. Walther in der durch alle 3 Jahrgänge sich hindurchziehenden und noch nicht beendigten Abhandlung: „„Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek““ für Anforderungen an die theologische Kenntniß eines lutherischen Pfarrers in America stellt, das mögen wir uns bei Zeiten ad notam nehmen, wollen wir nicht, trotz aller unserer „„Wissenschaft““, früher oder später als Ignoranten erfunden werden. Wäre es denn nicht möglich, die von einer gediegenen Gelehrsamkeit und gesundem Urtheil zeugende Abhandlung den lutherischen Theologen Deutschlands irgend wie zugänglich zu machen? Sie könnte ihnen zu großem Nutzen, oder wenigstens zu heilsamer Beschämung gereichen. Ebenso wäre zu wünschen, daß Aug. Crämers „„Probe und Prospectus zur Herausgabe einer echt evangelischen Auslegung der Sonn⸗ und Festtagsevangelien des Kirchenjahres, übersetzt und ausgezogen aus der Evangelien⸗Harmonie der luth. Theologen M. Chemnitz Polyc. Leyser und Joh. Gerhard, herausgegeben von der monatlichen Prediger⸗Conferenz zu Fort⸗Wayne““, unter uns bekannt, und das in zeitweiligen Heften von je 32 Octavseiten um den Druckpreis herauskommende Werk auch von den deutschen Pfarrern berücksichtigt würde. (Vgl. Lehre und Wehre, März 1855.) Ein Gleiches gilt von dem Inhalte der Aufsätze: „„Ueber das Verabfassen der Predigten““ (Juni 1855), — „„Die Predigtentwürfe““, von Th. Brohm (Juli 1855), — „„Die Predigtvorbereitung aus Dr. Luther““, von Past. Hoyer (Juli, August 1856), — „„Anweisung zu Katechismuspredigten““, von Past. Keyl (März 1857), und vor allem von Prof. Dr. Sihler's Beantwortung der Frage: „„Wie werden wahrhaft lutherische Gemeinden gegründet und erzogen?““ (Juni, November 1855, November 1856, Februar 1857), wo im 4. Artikel: „„Die Regierung““, Apap's Wesen und Regiment so klar, wahr und gründlich geschildert wird, wie es in Deutschland der Preßverhältnisse wegen gar nicht möglich ist. — Außerdem findet sich noch viel Treffliches im Einzelnen, was die Zeitschrift als „„Lehre““ leistet. Als „„Wehre““ widersteht sie männlich den listigen und gewaltthätigen Anläufen des Pabsts, Calvins, der Union, „„Platform““, „„Wissenschaft““, Lichtfreundschaft und anderer enthusiastischer Schwindeleien. In dieser Hinsicht sind als mehr oder minder bedeutend zu nennen: „„Das neueste papistische Concil und die Lehre von der unbefleckten Empfängniß der heiligen Jungfrau Maria““, von Walther (sehr gut); „Lutherische Polemik gegen Rom““; „„Professor Dr. Hengstenberg's Urtheil über den Stand der Union““; „„19 Thesen über die Lehre von der ewigen Vorherbestimmung und der gnädigen Erwählung zum ewigen Leben““, und „„5 Thesen von der endlichen Verwerfung der Gottlosen““ (beide Stücke von Sihler); „„Die Union““ (gut); „„Das neuste römische Dogma““; „„Die sogenannte americanische Ueberarbeitung der augsburg'schen Confession““, von Hoyer; „„Die lutherische Distribu⸗