# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1858_S321 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lehre und Wehre. Jahrgang IV. November 1858. No. 11. Ströbel und „Lehre und Wehre.“ In dem vierten Quartalheft der Rudelbach⸗Guerickeschen Zeitschrift laufenden Jahrgangs befindet sich eine von Lic. Ströbel eingesendete Recension unserer theologischen Zeitschrift, Jahrgang I., II. und III. (bis zum Märzheft). Wir können diese Recension nicht mit Stillschweigen übergehen; um so weniger, als dieselbe nicht nur Anerkennung, sondern auch Tadel ausspricht, beides aber, aus dem Munde eines Mannes, wie Ströbel, uns nicht gleichgültig sein kann. Ueber beides achten wir daher den Lesern unserer Zeitschrift Bericht zu erstatten uns schuldig, sowie es uns nöthig scheint, hie und da zugleich eine aufhellende und berichtigende Bemerkung beizufügen. Nachdem Ströbel einen Auszug aus dem Programm der „Lehre und Wehre“ gegeben, fährt er folgendermaßen fort: „Nach diesen Andeutungen will also das Blatt beurtheilt sein. Im „„Ausstellen, Ergreifen und Vertheidigen der alten Kirchenschätze““ liegt sein vornehmster Zweck, wie sein characteristischer Unterschied von Deutschlands „„theologischen Zeitschriften““, nicht weniger aber auch sein wesentlicher Vorzug vor sehr vielen der letzteren, namentlich vor allen jenen, die „„gläubig““, wohl gar „„lutherisch““ sein wollen und doch, statt auf den reformatorischen Felsengrund, auf den Sand ihrer Subjectivität bauen. „„Lehre und Wehre““ ist im edelsten Sinne eine Zeitschrift der evangelisch⸗reformatorischen Reproduction. Sie will nicht, wie die meisten ihrer deutschen Colleginnen, Dome mit stolzen Mauern und Zinnen aufbauen, auch nicht einmal tüchtiges Material zu solchen Neubauten anfahren; nur erst die alten Granitfundamente wieder aufzugraben, den hundertjährigen Schutt des Aufklärungs⸗ und Narrensäculums unerbittlich wegzuräumen, ist ihr eigentlicher Zweck — und dieser Zweck ist höchst practisch und sollte auch von uns Deutschen verfolgt werden. Doch nein; wir vornehmen deutschen Idealträumer müssen das ja besser wissen, als die amerikanischen Buschtheologen! Bei uns ist jeder theologische Student nach, auch oft schon vor vollendetem Triennium ein gemachter, kirchlich⸗, gläubig⸗, lutherischer Productivitätsmann, erbaut, und darum auch gleich selbst weiterbauend auf dem Grunde einer „„lutherischen““ Theologie, die in dem kindlichen: Es war einmal ein Mann, der hieß Dr. Martin Luther, — vollständig absolvirt ist. Daß solche luthe⸗