# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S72 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 72 Verhandlungen der neunzehnten Verſammlung reitende Ausbildung für den Dienſt in Kirche und Schule erhalten können. Gott ſchenke uns mehr Männer, die den rechten Geiſt und die dazu nöthigen Gaben und die nöthigen Fähigkeiten beſitzen. — Wir ſind mit unſerer Negermiſſion noch lange nicht fertig. Noch ein großes Feld iſt weiß zur Ernte. Daher haben wir hohe Urſache, uns auf⸗ zuraffen und uns immer wieder für das Werk des HErrn zu ermuntern. „Nehmet immer zu in dem Werk des HErrn, ſintemal ihr wiſſet, daß eure Arbeit nicht vergeblich iſt in dem HErrn“, 1 Cor. 15, 58. Von jenem Weibe, Marc. 14, 8., bezeugt Chriſtus: „Sie hat gethan, was ſie konnte!“ Auch von der Synodalconferenz ſoll es heißen in dem Werk der Negermiſſion: „Sie hat gethan, was ſie konnte!“ „Denn alſo hat uns der HErr geboten: Ich habe dich den Heiden zum Licht geſetzt, daß du das Heil ſeieſt bis an das Ende der Erden“, Apoſt. 13, 47. Einer un⸗ ſerer Miſſionare ſchreibt: „Laſſet uns fortfahren, an den armen Negern zu arbeiten, und fortfahren im Aufheben unſerer Augen zu den Bergen, von denen unſere Hülfe kommt, damit wir den armen Negern in der Zukunft — mehr noch als in der Vergangenheit — geben, was in unſerer Macht liegt, das Beſte jeglicher Art: unſere Gebete, unſere Gaben, unſer In⸗ tereſſe, unſer Wiſſen, unſere höheren Lehranſtalten, gründliche Ausbildung und ſonſtige Unterſtützung! Und warum gerade wir? Weil Gott uns vor vielen andern das Licht der vollen Wahrheit hat aufgehen laſſen. ‚Was er euch ſaget, das thut.‘“ Ja, wir wollen nicht müde werden, ſondern mit Luſt und Liebe, mit rechter Freude und emſigem Fleiß wollen wir vielmehr an dieſem Werk des HErrn uns betheiligen und an unſerem Theil dazu helfen, daß es fortgeſetzt und erweitert werden kann, und kein Opfer ſcheuen; denn der HErr hat es uns geſagt — uns befohlen. Wir wollen den HErrn fleißig bitten, daß er mehr Arbeiter ſende in ſeinen Weinberg und ihnen durch ſein Wort einen Sieg nach dem andern gebe. Wir wollen auch zu dieſem Werk von dem Irdiſchen, das der HErr uns geſchenkt hat, beitragen, denn dieſe herrliche, mit Erfolg gekrönte Miſſion, die uns Gott aus Gnaden angewieſen hat, iſt mit großen Koſten verbunden ($1175.00 monatlich). Es iſt wahr, die Be⸗ dürfniſſe für das Reich Gottes wachſen — jedoch der liebe Gott hat uns ſo ſtark und reich gemacht, uns ſo viele Kräfte verliehen, daß, wenn wir nur treu zuſammen ſtehen und uns anſtrengen, wir genug und übrig haben werden. Welchem viel gegeben iſt, bei dem wird man viel ſuchen. Der HErr aber wolle uns entzünden durch das Feuer ſeiner göttlichen Liebe, daß wir ſein Werk nicht läſſig thun. Er wolle uns behüten vor der Kälte dieſer Welt und vor der Lauheit dieſer letztbetrübten Zeit. Er ſei uns gnädig und fördere das Werk unſerer Hände bei uns, ja, das Werk unſerer Hände wolle er fördern. Amen. Im Namen und Auftrag der Commiſſion für Negermiſſion. Chas. F. Obermeyer.