# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S71 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1902. 71 Alles deutet darauf hin. Ich ſtehe ja erſt ſeit September 1901 da, doch die Früchte der Predigt des Wortes Gottes alle aufzuzeichnen, würde zu weit führen, und es ſei nur erwähnt, daß ſich die Wahrheit des göttlichen Wortes: ‚Es ſoll nicht wieder zu mir leer kommen, ſondern thun, das mir gefällt, und ſoll ihm gelingen, dazu ich's ſende‘, ſonntäglich kräftig und offenbar bewahrheitet. Schulkinder habe ich 45, und jedes Schulkind be⸗ zahlt monatlich 25 Cents Schulgeld. Welch großen Segen die Schule ſtiftet, kann ich gar nicht beſchreiben. Die Seelenzahl beträgt 59; davon ſind 40 Communicirende und etwa 20 Stimmberechtigte. Jeden Sonntag habe ich zwiſchen 50 und 60 Zuhörer.“ Allgemeines. Herr P. O. Hanſer, langjähriges eifriges Glied der Commiſſion, iſt leider wegen ſeines vorgerückten Alters aus der Commiſſion ausgeſchieden. Auf Bitten der Commiſſion jedoch erklärte er ſich bereit, vorläufig noch an der „Miſſions⸗Taube“ mitzuarbeiten, ſowie auch ſonſt der Commiſſion mit Rath und That ſo viel als möglich zu dienen. An ſeiner Stelle wurde Herr P. Aug. Burgdorf in Lincoln, Ill., einſtimmig in die Commiſſion gewählt. Jener „Unbekannte“, ein Wohlthäter, Freund und Gönner der Neger⸗ miſſion, iſt von Auguſt 1900 bis Juli 1902 dreimal bei unſerm Kaſſirer Burgdorf geweſen und hat ihm jedesmal die Summe von $500.00 als Ge⸗ ſchenk eingehändigt, und zwar jedesmal ohne ſeinen Namen und ſeinen Wohnort zu nennen. Außerdem haben wir in den letzten zwei Jahren als Geſchenk erhalten: von einem Glied des Oeſtlichen Diſtricts der Miſſouri⸗ Synode $1000.00, von N. N. in Brooklyn $600.00, Nachlaß von F. K. in Wisconſin $200.00, von Frau N. N. in California $100.00, zuſam⸗ men $3400.00. Die Beiträge der verſchiedenen Synoden für die Negermiſſion haben ſich in den zwei letzten Jahren verringert, wie der Kaſſenbericht ausweiſt. Auch die Beiträge von Seiten der Negergemeinden ſollten größer werden. Die Commiſſion hielt ſeit ihrem letzten Bericht regelmäßig ihre monat⸗ lichen Verſammlungen und viele Extraverſammlungen, deren Verhandlungen genau protokollirt ſind. Viſitationen ſind abgehalten worden von Prof. Fürbringer, P. R. Kretzſchmar und P. Obermeyer. Die Commiſſion for⸗ dert von den Miſſionaren nicht bloß allgemein beſchreibende, ſondern auch vierteljährliche ſpecielle ſtatiſtiſche Berichte. Herr Prof. R. Biſchoff, Redac⸗ teur des “Lutheran Pioneer”, iſt ſeit Monaten krank. Die Sache betreffs eines Negercollege liegt zur Beſprechung und Ent⸗ ſcheidung vor. Soll die Negermiſſion ernſtlich weiter betrieben werden, ſo müſſen wir mehr Arbeitskräfte, mehr Prediger und Lehrer, haben, und zwar auch mehr ſchwarze Prediger und ſchwarze Lehrer, und die Commiſſion iſt der Meinung, daß die Zeit gekommen iſt, ſogenannte Vorſchulen einzu⸗ richten, in welchen fromme und begabte Negerknaben wenigſtens die vorbe⸗