# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S70 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 70 Verhandlungen der neunzehnten Verſammlung P. F. J. Lankenau, der die in 1880 gegründete Station St. Paul bedient, wird nun auch in der Schule abgelöſt werden durch Lehrer Wilde, welcher die Oberklaſſe übernehmen wird. Im Jahre 1882 — alſo vor 20 Jahren — ſind auf dieſer Station von P. Bakke die erſten zwei Kinder confirmirt worden, ein Knabe und ein Mädchen. Von dieſen beiden erſten Confirmanden kann heute, nach 20 Jahren, berichtet werden, daß ſie noch rechtſchaffene, treue, eifrige Glieder der Gemeinde ſind, und dieſes Jahr iſt eine Tochter jener erſten Confirmandin confirmirt worden. Die gegenwär⸗ tige Seelenzahl iſt 225; davon ſind 125 Communicirende und 27 Stimm⸗ berechtigte. An der Unterklaſſe ſteht Herr Lehrer Heintzen, der ſeit Septem⸗ ber 1900 hier mit großem Geſchick und großer Freudigkeit arbeitet. Der Kirchenbeſuch iſt gut — am Sonntag⸗Morgen durchſchnittlich 91, am Sonn⸗ tag⸗Abend 50 und in der Woche 36. Die Schülerzahl der Wochenſchule belief ſich zu Ende letzten Jahres auf 175, die der Sonntagsſchule auf 136. Der Jugendverein mit ſeinen 30 Gliedern macht dem Miſſionar viel Freude, zumal dieſe jungen Leute ſehr dienſteifrig ſind, im Intereſſe der Miſſion zu arbeiten. Die Station Bethlehem in New Orleans, gegründet im Jahre 1887, wird ſeit 1895 von Miſſionar Koßmann bedient. In der Schule wirkt ſeit 1888 Herr Lehrer Riſchow in großem Segen. Herr P. Koßmann, welcher viele Jahre Schule gehalten hat, wird nun durch den Schulamtscandidaten Wolf aus Addiſon abgelöſt werden. „Beſonderes iſt hier nicht vorgekom⸗ men in den letzten zwei Jahren“, ſchreibt der Miſſionar. „Es ging alles ſeinen gewohnten Gang.“ Seit November 1900 iſt auch in dieſer Station der Morgengottesdienſt am Sonntag eingeführt worden und mit gutem Erfolg. Der Kirchenbeſuch am Sonntag⸗Morgen iſt durchſchnittlich 56, am Sonntag⸗Abend 54, in den Wochengottesdienſten 24. Die Wochenſchule beſuchen 125, die Sonntagsſchule 132 Kinder. Die Station Manſura, La., iſt vor vier Jahren von P. Lankenau gegründet worden und iſt ſchon recht lebensfähig. P. Pretzſch, der vor zwei Jahren hier arbeitete, konnte das Klima nicht vertragen und nahm einen Beruf nach dem Norden an. Herr Student Stuckert hat ſodann ausge⸗ holfen, und ſpäter mußte Herr P. K. Kretzſchmar aus New Orleans aus⸗ helfen, bis im September 1901 Candidat Weinhold Manſura übernahm. Miſſionar Weinhold berichtet unter anderem, wie folgt: „Mit der Neger⸗ miſſion bei Manſura ſteht es gut. Zwar iſt das Werk nicht ſo raſch vor⸗ wärts gegangen, wie man wohl Anfangs erwartet hatte, und es geht auch jetzt noch langſam voran, weil ein mehrmaliger Wechſel der Miſſionare vor⸗ gekommen iſt. . . . Doch trotz aller ‚Vorurtheile‘, trotz aller Schwierig⸗ keiten, trotz der Oppoſition der Römiſchen geht das Werk vorwärts. Mate⸗ rial iſt genug da für noch drei oder vier Gemeinden, und wenn Gottes Segen, an dem ja alles gelegen iſt, bei uns bleibt wie bisher, ſo wird Manſura gewiß einmal eine blühende Negergemeinde aufzuweiſen haben.