# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S67 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1902. 67 rechten Weg leiten laſſen. Auch in den Gemeindeverſammlungen, die regel⸗ mäßig jeden Monat hier ſtattfinden, iſt das Wort der Wahrheit die einzige Regel und Richtſchnur der darin gepflogenen Verhandlungen, wie ein Blick in das Protokollbuch ſofort ergibt. — Wir haben hier zur Zeit 57 Seelen und 22 Communicirende, wovon 5 ſtimmfähige Glieder ſind. „Herr Lehrer Buntrock, der mit großer Beſtändigkeit die Wochenſchule ſeit nahezu vier Jahren leitet, hat 75 Schüler. In der Sonntagsſchule ſind 60 Schüler. In den letzten zwei Jahren wurden 11 Kinder hier ge⸗ tauft, 6 Erwachſene und ein Kind confirmirt, 137 communicirten, 4 wurden chriſtlich beerdigt und 2 Paare getraut. Daß kein Kind lutheriſcher Eltern hier die public school beſucht, iſt gewißlich auch ein Grund zur Freude. Eine Anzahl unſerer Jünglinge ſtudirt zur Zeit in Springfield, und wir hegen die Hoffnung, daß auch ſie einſt ihrer Muttergemeinde und vor allem ihrem HErrn und Heilande Freude und Ehre bereiten werden! Nur noch Ein Punkt ſei hier erwähnt. Trotz der allbekannten Armuth auch der hieſigen Neger hat unſere nur 22 Communicirende zählende Gemeinde in den letzten zwei Jahren folgende Gelder geſammelt: an freiwilligen Bei⸗ trägen $252.10, an Sonntagscollecten $61.40, in der Sonntagsſchule $52.39, für die Armenkaſſe $20.96, Schulgeld $32.69; zuſammen $419.54. Davon wurden regelmäßig jeden Monat $12.00 an den Miſſionskaſſirer in St. Louis geſchickt, die nicht unanſehnlichen Ausgaben für Licht, Feuerung, Verſicherung, Kirchendiener, Delegaten zur ‚Immanuel⸗Conferenz‘ be⸗ ſtritten, $7.00 wurden an die Armen in Indien und $5.00 an die Taub⸗ ſtummen in Milwaukee geſchickt; auch unſere Armen, ſowie Negerſtudenten in Springfield und New Ulm wurden unterſtützt. Und dieſe Gelder wur⸗ den aus Dank für die in Chriſto erwieſene Barmherzigkeit Gottes geopfert; denn wo wir keine Gelder aufbringen konnten, ohne den Teufel mit in die Kirche zu bringen, haben wir, erklärter Weiſe, kein Geld haben wollen.“ Miſſionar Paul Engelbert berichtet über die Station Reimers⸗ town, daß hier die Miſſion in den letzten zwei Jahren keine Fortſchritte gemacht hat, und viel Hoffnung kann auch augenblicklich nicht gegeben wer⸗ den in Bezug auf Zuwachs. Hingegen auf den Stationen Rockwell, Gold Hill und Mount Pleaſant geht es erfreulich vorwärts. In Mount Pleaſant, N. C., iſt am Sonntag, den 13. Juli 1902, eine Ge⸗ meinde organiſirt worden mit 38 Seelen, darunter 12 Communicirenden und 6 ſtimmberechtigten Gliedern. Dieſe Gemeinde hat auch bereits ein eigenes Gotteshäuschen. Negercandidat St. Doswell vom Seminar in Springfield iſt nach Mount Pleaſant berufen und wird von dort aus die Stationen Reimerstown und Dry's Schoolhouse mit bedienen. Eine weitere neue Gemeinde iſt in Sandy Ridge, Cabarrus Co., N. C., am 6. Juli dieſes Jahres von unſerem Miſſionar Ph. Schmidt ge⸗ gründet und organiſirt worden. Dieſe neue Gemeinde heißt: “Mount Calvary Ev. Luth. Church.” An dem Sonntag, an welchem die Orga⸗