# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S65 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1902. 65 nämlich: Seelenzahl 21, Communicirende 8, Stimmberechtigte 2, Schüler in der Sonntagsſchule 65.“ Intereſſant iſt es zu hören, was Miſſionar Bakke über die Früchte ſeiner Miſſionsarbeit auf ſeiner neuen Station Monroe in der „Miſſions⸗ Taube“ (Juni 1902) berichtet hat: „Auf Erſuchen der Gewonnenen ent⸗ ſchloß ſich der Miſſionar, eine ganze Woche unter ihnen zuzubringen, um ſie weiter zu unterrichten und eine Gemeinde zu gründen. Herr P. Schütz von Salisbury war auch einige Tage zugegen und half mit einigen Predig⸗ ten aus. Mittags ſtellten die Leute ihre Arbeit ein, und mit dem Katechis⸗ mus in der Hand kamen ſie Nachmittags und Abends regelmäßig zum Unter⸗ richt und zur Predigt. Die Gottesdienſte dauerten gewöhnlich 2½ Stunden, aber die Zuhörer waren aufmerkſam, und es war eine Freude, ſie zu unter⸗ richten. Die ſechs Hauptſtücke ſind mit ihnen durchgenommen, erklärt und abgefragt worden. Obwohl dieſe Gottesdienſte zunächſt für die Täuflinge und Confirmanden beſtimmt waren, kamen auch andere hin, folgten aufmerk⸗ ſam dem Unterricht und lernten ſo auch den Heilsweg. Am Palmſonntag ſtellten ſich 12 Perſonen zur heiligen Taufe und 15 zur Confirmation ein. Einige ſtehen noch im Unterricht. Nicht wahr, eine ſchöne Frucht des aus⸗ geſtreuten Samens des Wortes. Zuerſt legten (Rev. S. W.) Hampton und ſeine Frau das heilige Gelübde ab, dem dreieinigen Gott, ſeinem Wort und dem Bekenntniß der lutheriſchen Kirche bis an den Tod treu zu bleiben. Hampton iſt ein Greis von 70 Jahren und ſeine Frau ein paar Jahre jünger; beide ſind grau, aber noch rüſtig und thätig. Lange, lange haben die beiden in der Finſterniß des Irrthums herumgetappt; an ihrem Lebens⸗ abend iſt ihnen durch Gottes große Gnade das Licht aufgegangen. Kein Wunder, daß ihnen Thränen der Freude, des Dankes und des Sieges die Wangen herabfloſſen. Dann folgten die anderen; 27 ſtanden um den Miſ⸗ ſionar her, Groß und Klein, und legten dem König der Ehren, der unſicht⸗ bar in unſerer Mitte war, das Gelübde der Treue ab. Es war ein Bild, das dem Miſſionar unvergeßlich bleibt. — Nach dem Nachmittagsgottes⸗ dienſt, wobei das heilige Abendmahl zum erſtenmal gefeiert wurde, wurde eine Verſammlung abgehalten, in der die 27 ſich zu einer Gemeinde unter dem Namen ‚Bethlehem‘ organiſirten, Beamte erwählten und ſonſtige Geſchäftsſachen erledigten. Nachdem der Miſſionar vor vollem Haus noch eine Predigt gehalten hatte, zog er mit Lob und Dank gegen Gott für den unverdienten Segen, den er auf ſeine geringe Arbeit gelegt hatte, müde, aber vergnügt wieder nach Hauſe.“ (S. 42.) „Groß ſind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Luſt daran“ — das gilt auch hier bei dieſer herrlichen Miſſionsfrucht in Monroe, N. C. Ein anderes Bild. „In dieſen Tagen, da für die Ehrw. Synodal⸗ conferenz wieder ſo ganz genau Rechnungen und bis ins Einzelne hinein gehende Zahlen über die Negermiſſion zuſammengeſtellt werden“, ſchreibt Miſſionar Joh. C. Schmidt aus Greensboro, N. C., „iſt es gewißlich nur