# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S64 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 64 Verhandlungen der neunzehnten Verſammlung und Abendgottesdienſten, ſowie auch in den Wochengottesdienſten von allen Kanzeln die reine, ſeligmachende Lehre des göttlichen Wortes. In den Bibelſtunden, welche an verſchiedenen Abenden mit den Erwachſenen ab⸗ gehalten werden, erſchallt wieder dasſelbe reine Wort. Täglich werden Hunderte von Kindern in der Gemeindeſchule in der heilſamen Lehre unter⸗ richtet. Viele genießen fleißig und regelmäßig das Brod des Lebens. Eine ganze Anzahl unſerer Negerchriſten iſt bereits eingegangen in die Wohnungen des Friedens, ſchauen unſern Gott von Angeſicht zu Angeſicht und ſtimmen mit allen Heiligen einen Lobgeſang um den andern dem Lamme Gottes an. O wie können und wollen wir den Segen ermeſſen, den bereits unſere lieben Miſſionare durch Gottes Gnade geſtiftet haben? Sie jubeln darum auch mit David: „Groß ſind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Luſt daran.“ Auf allen Stationen, mit wenigen Ausnahmen, iſt für die beiden letzten Jahre Wachsthum zu verzeichnen. Was jedoch in früheren Jahren betont worden iſt, muß auch jetzt wieder betont werden, nämlich: „Wir können nicht von Maſſenbekehrungen berichten, aber Ihre Commiſſion iſt der Anſicht, daß der gegenwärtige Stand der Negermiſſion ein ſolcher iſt, daß dieſe Miſſion bei allen unſeren Chriſten Intereſſe er⸗ wecken ſollte.“ Sämmtliche Miſſionare berichten, daß ihre Arbeit an den verſchiedenen Stationen nicht vergeblich iſt und immerhin eine Ernte, wenn auch nicht eine raſche und reiche, verſpricht. Man vergleiche einmal unſere Negermiſſion mit andern Heidenmiſſionen und man wird ſich über⸗ zeugen können, daß in der Negermiſſion ſchon viel erreicht worden iſt. Alle Glieder in den Gemeinden, alle Lehrer, Paſtoren und Profeſſoren der Synodalconferenz würden gewiß auch, wenn ſie etwa noch Vorurtheile gegen die Negermiſſion haben, dieſe bald fallen laſſen, wenn ſie nur ein⸗ mal mit Augen ſehen könnten, wie es in den Negerſchulen und ⸗Kirchen hergeht. Kurz, ſo viel ſteht feſt, Gott der HErr hat in den letzten 25 Jah⸗ ren ſeinen großen Segen auf dies ſein Werk gelegt. Vor zwei Jahren wurde über Charlotte, N. C., berichtet, daß unſer früherer Negerpaſtor Phifer uns verlaſſen und eine Oppoſitionsgemeinde gegen Miſſionar Bakke errichtet habe. Leider hatte er faſt die ganze Ge⸗ meinde mit ſich geriſſen. Nur wenige Familien blieben bei P. Bakke. Heute ſchreibt dieſer: „Die Station Charlotte nimmt wieder erfreulich zu, ſo daß für die letzten zwei Jahre ein Zuwachs von 25 Seelen, 12 Communiciren⸗ den, 2 Stimmberechtigten, 45 Sonntagsſchülern und 28 Wochenſchülern verzeichnet werden kann. Im Ganzen beläuft ſich die Seelenzahl auf 35, die Zahl der Communicirenden auf 16, der Stimmberechtigten auf 4, der Sonntagsſchüler auf 70 und der Wochenſchüler auf 72.“ Von ſeiner Station Meyersville ſchreibt derſelbe: „Dieſe Station iſt im Jahre 1900 durch Phifers Abfall ganz zu Grunde gegangen. Nur zwei von den alten Gliedern ſind zurückgekehrt. Durch Gottes Gnade iſt nun heute die Gemeinde beinahe ſo ſtark geworden, wie ſie früher war,