# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 Verhandlungen der neunzehnten Verſammlung von den Todten. Und ſiehe, er wird vor euch hingehen in Galiläam, da werdet ihr ihn ſehen. Siehe, ich hab's euch geſagt.“ Bei Marcus wird noch inſonderheit hervorgehoben, daß der Engel geſagt hat: „Saget's ſei⸗ nen Jüngern und Petro.“ Nachdem die Frauen dieſe Engelsbotſchaft ver⸗ nommen hatten, gingen ſie eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude, daß ſie es ſeinen Jüngern verkündigten. e. Von dieſen hatten ſich inzwiſchen Petrus und Johannes, durch Maria Magdalena vom leeren Grabe in Kenntniß geſetzt, bereits auf den Weg gemacht, und ſie fanden es, wie Maria ihnen verkündigt hatte. Johan⸗ nes, der ſchneller als Petrus gelaufen war, trat nicht gleich in das Grab ſelbſt, ſondern warf nur einen Blick hinein und ſah die Leinen da liegen; Petrus, der nachkam, ging hinein ins Grab. Da ſah er die Leinen gelegt, dazu auch das Schweißtuch, das JEſu ums Haupt gebunden worden war, nicht neben die Leinen gelegt, ſondern beiſeits eingewickelt an einem be⸗ ſondern Ort. Das ſah nicht aus, als ob jemand den Leib des HErrn ge⸗ ſtohlen hätte; denn wer das hätte thun wollen, der hätte ihn wohl mitſammt den Leinen herausgeholt und hätte ſich nicht Zeit gelaſſen, alles ordentlich und ſorgſam hinzulegen, ſondern hätte wohl eher Spuren ſeiner Eile zurück⸗ gelaſſen. Das ſah Petrus; dann ging auch Johannes hinein in das Grab, ſah und glaubte es: Der Leib des HErrn iſt weg, aber Feinde können es nicht ſein, die ihn weggebracht haben. Darauf gingen beide Jünger hin⸗ weg vom Grabe, wohl zurück nach der Stadt, ohne daß ſie ſonſt etwas ge⸗ ſehen hatten als das leere Grab, weder einen Engel noch den HErrn ſelbſt. f. Maria Magdalena aber, die ſicher gleich wieder hinter ihnen her gekommen war, ſtand noch vor dem Grabe draußen und weinte, Joh. 20. Weinend geht ſie auch hinein. Sie ſieht nicht bloß Einen, ſondern zwei Engel in weißen Kleidern ſitzen, einen zu den Häupten, den andern zu den Füßen, da man den Leichnam JEſu hingelegt hatte. Die ſprachen zu ihr: „Weib, was weineſt du?“ Sie erſchrickt nicht, hält auch die beiden Ge⸗ ſtalten nicht für Engel und ſpricht zu ihnen: „Sie haben meinen HErrn weggenommen“ — „ſie“, irgend wer, Freunde oder Feinde —, „und ich weiß nicht, wo ſie ihn hingelegt haben.“ Und als ſie das ſagte, wandte ſie ſich um und ſieht JEſum ſtehen, weiß aber nicht, daß es JEſus iſt. Er aber ſpricht zu ihr: „Weib, was weineſt du? wen ſucheſt du?“ Der Kleidung nach konnte der, der mit ihr redete, der Gärtner ſein, und ſo ſagte ſie zu ihm, ohne ihn ordentlich anzublicken: „Herr, haſt du ihn weggetragen, ſo ſage mir, wo haſt du ihn hingelegt? ſo will ich ihn holen.“ Jetzt nennt JEſus ſie bei ihrem Namen: „Maria!“ Da wendet ſie ſich um und ſpricht zu ihm: „Rabbuni, das heißt, Meiſter!“ Nun hat ſie ihn erkannt. Als ſie ihn nun aber angreifen und betaſten will, obſchon ſie ihn erkennt und nun von ſeiner Auferſtehung überzeugt iſt, ſpricht der HErr zu ihr: „Rühre mich nicht an“ ꝛc. und gibt ihr ſelbſt den Auftrag, den die andern Weiber vom Engel empfangen hatten, es ſeinen Brüdern zu verkündigen. Ungeſäumt