# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S11 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1902. 11 Sohn nicht geſandt in die Welt, daß er die Welt richte, ſondern daß die Welt durch ihn ſelig werde“, und: „Ich bin zum Gerichte auf dieſe Welt kommen“; — „Prediget das Evangelium aller Creatur“, und: „Ihr ſollt eure Perlen nicht vor die Säue werfen“; — „Wenn ihr betet, ſollt ihr nicht viel plappern“, und: „Betet ohn Unterlaß“; — „Ich bin der wahrhaftige Gott“, und: „Ich kann nichts thun, bis daß du hinein kommeſt (gen Zoar)“; — „Derſelbige iſt die Verſöhnung für der ganzen Welt Sünde“, und: „Ich bitte nicht für die Welt“; — „Gott ruhete am ſiebenten Tage“, und: „Mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch“; — „Es iſt den Menſchen geſetzt, einmal zu ſterben“, und: „Wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr ſterben“; — „Mein Gott, mein Gott, warum haſt du mich verlaſſen?“ und: „Ich bin nicht alleine; denn der Vater iſt bei mir“; — „Ich will nicht den Tod des Sünders“, und: „Es iſt eine Sünde zum Tode; dafür ſage ich nicht, daß jemand bitte“; — „Nun ſind viel Widerchriſten worden; daher erkennen wir, daß die letzte Stunde iſt“, und: „Laſſet euch niemand bald bewegen, ... daß der Tag Chriſti vor⸗ handen ſei“; — „Seines Königreichs wird kein Ende ſein“, und: „Er wird das Reich Gott und dem Vater überantworten“; — das Wort Chriſti: „Das iſt mein Leib“, mit dem andern: „Er ſitzet zur rechten Hand Gottes“, oder mit: „Der Allerhöchſte wohnet nicht in Tempeln, die mit Händen ge⸗ macht ſind“, oder mit: „So jemand zu euch wird ſagen: Siehe, hie iſt Chriſtus, oder da, ſo ſollt ihr's nicht glauben.“ Geſchichtliche Fragen in dem Sinne und von der Art, wie man ſie heutzutage in derlei Büchern antrifft, findet man bei Althamer wenige, doch fehlen ſie nicht ganz. Er fragt z. B.: Wie reimt ſich, daß JEſus taufte, und: „Er taufte nicht“; — „Siehe zu, ſag's niemand“, und: „Erzähle, wie große Dinge der HErr an dir gethan hat“; — „Wer dich ſchlägt auf einen Backen, dem biete den andern auch dar“, und: „Habe ich aber recht geredet, was ſchlägeſt du mich?“ — „Ich werde hinfort nicht trinken vom Gewächſe des Weinſtocks“, und: „Die wir mit ihm gegeſſen und ge⸗ trunken haben, nachdem er auferſtanden iſt von den Todten“; — daß er zu Magdalena ſagt: „Rühre mich nicht an“, mit: „Die Weiber griffen an ſeine Füße.“ Das iſt nur eine kleine Ausleſe der zweimal 200 Stellen, die er ein⸗ ander gegenüberſtellt, und immer zeigt er auf treffliche Weiſe, wie ſchön dieſe Stellen ſich reimen, und wie da gar kein Widerſpruch vorliegt. Es weht ein friſcher, fröhlicher, lutheriſcher Geiſt durch das ganze Buch und ein offener, unbefangener Blick. Die Analogie des Glaubens wird durch ſeine Ausgleichung nie verletzt, auch wo man ihr etwa nicht gerade folgen kann. Jeder, der dieſe Ausleſe von Stellen anhört und ſelbſt auch die heilige Schrift lieſt, muß ſich ſagen: Ja, das ſind ſolche Punkte, darüber ſind mir ſelbſt auch ſchon unter dem Bibelleſen Gedanken gekommen, und ich hätte gerne gewußt, wie ſich das mit einander reimen laſſe. Wenn heut⸗