# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1900_S51 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1900. 51 rathungen Theil nehmen. Herr Prof. Fürbringer wohnte der letzten, der zweiten Verſammlung bei und freute ſich herzlich über den Fleiß der Brü⸗ der und die rege Betheiligung der Gemeindeglieder. Die Gründung eines College zur Ausbildung von Negerpaſtoren und Lehrern iſt ein Gegenſtand, welche ebengenannte Immanuel⸗Conferenz zur Berathung vorzulegen wünſcht. Die Commiſſion hat noch nicht Zeit ge⸗ funden, über dieſen hochwichtigen Gegenſtand eingehend zu berathen, und kann daher der Ehrwürdigen Conferenz beſtimmte Vorſchläge darüber noch nicht machen. — Wir kehren zum Anfang zurück. Wir heben unſere Augen auf und ſehen das Feld weiß und reif zur Ernte. Wir haben die Arbeit unſerer Säer und Schnitter vor unſern Augen vorüberziehen laſſen und die herr⸗ liche Erfüllung der Verheißung geſehen: „Wer da ſchneidet, der em⸗ pfähet Lohn, und ſammelt Frucht zum ewigen Leben.“ Wie, haben wir nicht mit innig dankbarer Freude die reichgeſegnete Arbeitsfrucht unſerer Miſſionare geſehen? — Soll nun nicht dies unſer Dank ſein, daß wir mit neuer Luſt und Willigkeit zur Erntearbeit eilen? Das Feld iſt weiß, ruft uns der Heiland zu. Die Ernte iſt da. Sie wartet der fleißi⸗ gen Sichel. O Chriſten: Eilet, eilet zur Arbeit! Eilet, die Garben der ewigen Gottesſaat auch unter den Negern zu ſammeln und in die Scheuern des Himmels zu bergen. Es iſt keine Zeit zu verlieren. Es iſt nicht noch vier Monden bis zur Ernte. Nein. Alle Zeichen deuten vielmehr auf die nahe, große Ernte des jüngſten Tages und des letzten Gerichts. Das Gericht hier auf Erden gehet zuerſt über das Haus Gottes. Es iſt jetzt vor unſern Augen. Die Chriſtenheit iſt abgefallen, iſt von Gott zur Strafe in verkehrten Sinn dahingegeben, iſt einem übertünchten Grabe gleich geworden. Chriſtliche Nationen ſehen wir in Südafrica in blutigem Kampf um irdiſche Macht, Ehre und Schätze dieſer Welt. Wir ſehen dabei ein reiches, hochgeſegnetes Miſſionsfeld im Heidenlande von einer chriſtlichen Regierung der Ver⸗ wüſtung preisgegeben. Ja, wir ſehen dieſelbe chriſtliche Regierung heid⸗ niſche Barbaren zur Vertilgung der Chriſten aufreizen. Im Oſten hat ſich das heidniſche China erhoben wider Chriſtum und ſeinen Geſalbten. Schon mögen Tauſende von Chriſten unter den Mörderhänden ihrer heidniſchen Landsleute und Hunderte von Miſſionaren als Märtyrer zur himmliſchen Freudenernte eingegangen ſein. Aber ach, was hören wir über dieſen Jammer von ſogenannten Chriſten ſagen? Aus der Chriſtenheit heraus ertönt die ſchauerliche Anklage frech und ungeſcheut: Nur die chriſtlichen Miſſionare und die Bibel ſind ſchuld an dieſen blutigen Schauſpielen! Und ſchon erörtern die Zeitungen öffentlich, wie man der Kirche, den Chriſten, hinfort das Miſſioniren von Staats wegen verbieten könne. So tief iſt die Chriſtenheit gefallen! Nicht von Heiden allein, nein, aus der Chriſten⸗ heit heraus vernimmt man den Schrei wider JEſum: „Hinweg mit ihm! Kreuzige ihn!“ — Das Jeruſalem des neuen Teſtamentes iſt zum Aas ge⸗