# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1900_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 48 Verhandlungen der achtzehnten Verſammlung O möchte dieſer große Gottesſegen unſere theuren Arbeiter in dieſer ſchweren Miſſion zu neuem heiligen Liebeseifer erwecken, ſich mit Freuden in dieſem ſeligen Dienſte Gottes zu verzehren! Und möchten wir alle auch an unſerm Theil mit innigſter Freude dies Werk fördern, das ſo reif und weiß zur Ernte iſt, daß kein Tag, keine Stunde Arbeit darin zu verſäumen iſt! — Wir vergeſſen bei unſerer freudigen Darſtellung des großen erfahrenen Segens Gottes über unſerm Werk nicht, daß es dabei auch an Unkraut und ſchweren Kämpfen nicht gefehlt hat. Der Acker dieſer himmliſchen Saat und Ernte iſt ja die Welt, das iſt, der Inbegriff aller Feindſchaft Gottes und menſchlichen Bosheit, die Welt, welche des Teufels Reich iſt. Denn er iſt ihr Fürſt und Herr. O mit welch tödtlichem Haſſe ſieht er auf dies Ackerwerk Gottes und ſinnt auf ſeine Zerſtörung. Er ſät Unkraut unter den Weizen Gottes und erweckt ſeine Judaſſe, die Kinder Gottes zu ärgern, zu betrüben, ja, zu Fall zu bringen. Auch ſolch traurige Erfahrungen konnten uns daher nicht erſpart bleiben. Die ſchmerzlichſte iſt dieſe: Unſer Neger⸗ paſtor Phifer in Charlotte, N. C., hat uns verlaſſen und eine Oppoſitions⸗ gemeinde gegen Miſſionar Bakke errichtet. Er ſollte zwei Landſtationen unſerer Miſſion übernehmen, und Charlotte mit ſeiner ganz bedeutenden Negerbevölkerung ſollte in nachdrücklicherer Weiſe bearbeitet werden, wozu ſeine Gaben und Kenntniſſe nicht ausreichten. Schon ſeit zwei Jahren ſtand ihm daher P. Bakke in der Arbeit daſelbſt zur Seite. Er wurde mit viel Liebe und Geduld von uns getragen. Aber er zeigte ſich je länger, je mehr in dieſem vielverſprechenden Miſſionsfeld als ein großes Hinderniß. Auf unſern Landſtationen hätte er wenigſtens nur geringern Schaden thun können. Aber alle Vorſtellungen, ſchriftlich von Seiten der Commiſſion und mündlich von Seiten Prof. Fürbringers, waren vergeblich. Er offen⸗ barte ſich als einen unlauteren und ſelbſtſüchtigen Menſchen, der nicht JEſu Ehre und das Heil der Seelen ſuchte, ſondern nur eigene Ehre, eigenen Nutzen. Leider hat er faſt die ganze Gemeinde mit ſich geriſſen. Nur wenige Familien blieben bei P. Bakke. Derſelbe iſt aber voll froher Hoff⸗ nung, auch hier noch aus der reifen Saat eine reiche Ernte durch Gottes Gnade einzuheimſen. Seine reiche Erfahrung, ſein glühender Eifer, ſeine herrliche Predigtgabe werden ihm auch hier Sieg geben. Gott wird es ihm gelingen laſſen und den Feinden wehren! Laſſen wir nun noch kurz die einzelnen Miſſionsgebiete und ⸗Felder an unſern Augen vorüberziehen. Das älteſte zuerſt — New Orleans. Da haben wir drei Stationen mit ſchönen Kirch⸗ und Schul⸗ gebäuden. Die älteſte Station, 1878 eröffnet durch P. Bakke, iſt Mount Zion. Seit Abgang P. Kuß' in die Miſſouri⸗Synode (1898) bediente P. Lankenau — jetzt unſer älteſter Miſſionar daſelbſt und durch Gottes Gnade reich an Gaben und Erfahrung und unermüdlich treu in ſeinem ſchweren Amte — dieſe Station mit der ſeinigen, St. Paul. Vix und Meibohm ſind Lehrer in Mount Zion. In St. Paul ſtanden Lehrer Niewedde und