# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1900_S46 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 46 Verhandlungen der achtzehnten Verſammlung gen Himmels zu finden. Wie können wir Gott würdig für ſolche Gnade loben und preiſen? „Ach, wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Geſang!“ — Solch Gefühl freudiger Dankbarkeit muß auch unſer Herz bewegen, wenn wir die Erfüllung der Verheißung von Saat und Ernte in unſerer Negermiſſion in den letzten zwei Jahren an unſern Augen vorüber gehen laſſen. Ja, da gilt uns ſein Wort im vollſten Sinne: „Hebet eure Augen auf, und ſehet in das Feld; denn es iſt ſchon weiß zur Ernte. Und wer da ſchneidet, der empfähet Lohn, und ſammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß ſich mit ein⸗ ander freuen, der da ſäet, und der da ſchneidet.“ Die beiden letzten Jahre in unſerer Negermiſſion dürfen wir Jahre gnädiger Heimſuchung Gottes, unſeres Heilandes, nennen. Mit der letzten Verſammlung der Ehrwürdigen Synodalconferenz hat Gott einen neuen Geiſt der Liebe und Freude an dieſer Miſſion über unſere lieben Chriſten ausgegoſſen, der ſich in mannigfacher und glaubensſtärkender Weiſe offen⸗ bart hat. Es war in jener Verſammlung beſchloſſen worden, im Laufe der nächſten zwei Jahre die Schuld der Miſſionskaſſe von $5300 zu collectiren und zur Fortführung des Werkes $30,000 zuſammenzubringen. Gott unſer Heiland hat ſich dieſe Beſchlüſſe wohlgefallen laſſen und ſein Amen dazu geſprochen. Darum ſind ſie herrlich ausgeführt worden. Die Schulden ſind bezahlt, die verſprochene Summe iſt zuſammengebracht. Unſere vier neuen Stationen, Winſton, Southern Pines, Dry's Schoolhouse und Manſura, ſind nicht nur in Angriff genommen, ſondern haben mit Aus⸗ nahme von Winſton ſchon ihre Kapellen erhalten. Schon hat dort eine er⸗ freuliche Ernte begonnen. Die Anſtellung auswärtiger Glieder der Com⸗ miſſion zur Vertretung dieſer Miſſion in den reſpectiven Synoden hat ſich alſo trefflich bewährt. Dieſe Brüder haben das Intereſſe an dieſer Miſſion mächtig gehoben. Die Zahl der Leſer der „Miſſions⸗Taube“ iſt von 16,000 auf 20,000, der des “Pioneer” von 4000 auf 5000 geſtiegen, und ein reichlicher Ertrag davon iſt in die Miſſionskaſſe gefloſſen. Der Beitrag der Negergemeinden in dieſem Zeitraum beträgt trotz ihrer großen Armuth $2164.57. Auf 21 Stationen mit einigen Predigtplätzen oder Filialen arbeiten unſere elf Miſſionare und acht Lehrer an einer Gemeinde von nahezu 3000 Seelen, darunter 850 Communicirende. Kinder in der Sonntags⸗ ſchule 900, in der Wochenſchule 750. Und zwar arbeiten ſie nach der theuren Verheißung: „Wer da ſchneidet, der empfähet Lohn, und ſam⸗ melt Frucht zum ewigen Leben.“ Denn unſere Arbeiter in dieſer Miſſion dürfen herrliche Erfahrungen von der Kraft des göttlichen Wortes machen. Aus New Orleans ſchreiben ſie: „Wir haben im Irdiſchen zwei harte Jahre hinter uns. Die zweimaligen Epidemien des gelben Fiebers mit den läſtigen Quarantäne⸗Maßregeln, die Blattern⸗ und Maſernepide⸗ mien im letzten Winter haben bittere Armuth unter unſern Negern ver⸗