# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1900_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Verhandlungen der achtzehnten Verſammlung Geſchäftsverhandlungen. I. Negermiſſion. Als Vertreter der Commiſſion für Negermiſſion verlas Herr P. O. Hanſer folgenden Bericht: Bericht der Commiſſion für Negermiſſion von Auguſt 1898 bis Auguſt 1900. „Saget ihr nicht ſelber: Es ſind noch vier Monden, ſo kommt die Ernte? Siehe, ich ſage euch: Hebet eure Augen auf, und ſehet in das Feld; denn es iſt ſchon weiß zur Ernte; und wer da ſchneidet, der empfähet Lohn, und ſammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß ſich mit einander freuen, der da ſäet, und der da ſchneidet. Denn hie iſt der Spruch wahr: Dieſer ſäet, der andere ſchneidet.“ (Joh. 4, 35—37.) Kein herrlicheres und zutreffenderes Gotteswort als dieſes wiſſen wir an die Spitze unſeres Miſſionsberichtes zu ſtellen, den wir jetzt über die zweijährige Thätigkeit in unſerer Negermiſſion der Ehrwürdigen Synodal⸗ conferenz zu erſtatten haben. Denn über die Erfüllung der großen Ver⸗ heißung dieſes Textes und über die große Freude der Schnitter über eine reiche Ernte dürfen wir diesmal berichten, nachdem wir eine Reihe von Jahren unſere Berichte mit Seufzen erſtattet haben. Unſer lieber Heiland redet in den angeführten Worten unter dem Bilde der irdiſchen Saat und zeitlichen Ernte von der geiſtlichen Saat ſeines Wortes in den Herzen der Menſchen und von der himmliſchen Ernte in der ſeligen Ewigkeit. Er will uns mit denſelben ebenſo ſehr die nothwendige Eile zur Erntearbeit, als die Gewißheit einer reichen Ernte, ſowie auch den herrlichen Freudenlohn auf dieſe Arbeit vor Augen ſtellen, um uns zu neuem Fleiß und Eifer für das Werk ſeiner Saat und Ernte, das iſt, für die Ausbreitung ſeines Reiches, für die heilige Miſſion, zu erwecken. „Saget ihr nicht ſelber“, ſpricht er: „Es ſind noch vier Monden, ſo kommt die Ernte?“ Dieſe Worte ſind ſprüchwörtlich geredet. Ihre Meinung iſt dieſe: Hat es noch vier Monate Zeit bis zur Ernte, ſo hat es ja keine Eile zur Arbeit. Die Saat iſt beſtellt. Es iſt nichts weiter zu thun; es wird nichts ver⸗ ſäumt, noch verloren, wenn wir noch ruhen und warten. Aber ſo iſt es nicht mit der geiſtlichen Saat und Ernte Chriſti. Darum fährt er fort: „Siehe, ich ſage euch: Hebet eure Augen auf, und ſehet in das Feld; denn es iſt ſchon weiß zur Ernte. . . . Denn hie iſt der Spruch wahr: Dieſer ſäet, der andere ſchneidet“, das