# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1900_S16 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 16 Verhandlungen der achtzehnten Verſammlung the source, the world is in possession of a large body of morals, the reasonableness and authority of which are beyond question, and these truths as the common property of our civilization, the state may wisely incorporate in its system of instruction and practice. The basis of all effectual teaching in morals must be in training, as distinguished from moral instruction. Hence the virtues of cour- tesy, self-denial, and the like must first be made known to the child by example, and be developed in his character through those activities that belong to the social relations of child life, children with children and their elders. That this is by far the most im- portant part of the teacher's work, and without which the memo- rizing of precepts will be of little amount, will not be questioned. But following and based upon this, these experiences should be formulated into those principles and precepts which will have an ever enlarging application as the child's relations and responsibili- ties become more extended. Report U. S. Commiss. of Ed. for 1890—91, p. 1052 f.) Man überlege, was Kiehle hiermit ſagt. Die Morallehren, deren Vernunftgemäßheit und Autorität über alle Frage erhaben iſt (welche das ſind, muß natürlich er ſelbſt entſcheiden), ſoll der Staat in ſein Unterrichts⸗ und Erziehungsſyſtem aufnehmen; er ſoll erklären, daß Tödten, Stehlen, Ehebrechen Sünde, daß Höflichkeit, Freigebigkeit, Enthaltſamkeit Tugenden ſind, und dann ſollen die Kinder zum Laſſen jener und zum Thun dieſer Handlungen erzogen werden. Religion iſt das nicht, aber auch Moral iſt es nicht; denn der Staat iſt doch nicht Gott, daß er ſagen könnte, was recht und unrecht, was zu halten und zu glauben ſei. Daher ſind denn auch viele hiermit nicht zufrieden und verlangen mehr und Beſſeres. Finger, Staatsſchulſuperintendent von North Carolina, ſchreibt z. B.: „Außer praktiſcher Zucht des Verſtandes beſtehen wir auf moraliſcher und religiöſer Entwicklung. Natürlich können wir keine reli⸗ giöſe Unterweiſung geben, außer in allgemeinen Andeutungen, da alle Lehren der Denominationen oder Secten ausgeſchloſſen ſind. Aber es gibt einen allgemeinen und unbeſtrittenen Boden, auf dem alle ſtehen können. Kein Menſch erhebt ſich zur vollen Mannesſtatur, ehe er ſich entſchließt, ſein Leben nach den ewigen Grundſätzen des Rechts zu geſtalten, und dies heißt eben⸗ ſoviel wie: bis er ſich vornimmt, Gott zu Gefallen zu handeln. Gottes⸗ liebe und Gottesfurcht müſſen die Quelle werden für Ehrfurcht vor Gott und Gehorſam gegen ſeine Gebote. . . . Aller Gehorſam in der Familie, in der Schule oder im Staate muß gefordert werden, weil dieſer Gehorſam im Einklang ſteht mit den ewigen Grundſätzen des Rechten. Ich habe nicht vor, über die Grundlage der Verpflichtung zu reden — ob nämlich ein ge⸗ wiſſes Verhalten recht iſt, weil es Gutes erzielt, oder ob es recht iſt, weil es von dem großen Schöpfer aller Dinge befohlen iſt. Die zehn Gebote