# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1900_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1900. 5 Als Beamte der Synodalconferenz wurden auf zwei Jahre gewählt: Präſes: P. J. Bading von Milwaukee, Wis. Vicepräſes: P. P. Brand von Pittsburg, Pa. Secretär: Director J. Schaller von New Ulm, Minn. Hülfsſecretär: P. E. A. Mayer. Schatzmeiſter: Herr H. Chriſtianſen von Detroit, Mich. Es wurden im Ganzen acht Sitzungen abgehalten, je vier Vor⸗ und Nachmittags. In den Vormittagsſitzungen wurde das von Prof. J. Schaller vorgelegte Referat über die Nothwendigkeit chriſtlicher Schulen für die chriſtliche Familie, die Kirche und den Staat be⸗ ſprochen; in den Nachmittagsſitzungen wurden die Geſchäfte der Synodal⸗ conferenz abgewickelt. Präſes C. Gauſewitz fungirte als Kaplan bei den Eröffnungsgottesdienſten. Lehrverhandlungen. Die Nothwendigkeit der chriſtlichen Gemeindeſchule für die chriſtliche Familie, die Kirche und den Staat. (Referent: Prof. J. Schaller.) Daß vorſtehendes Thema für die Verhandlungen der Synodalconferenz gewählt worden iſt, hat einen doppelten Grund. Zum erſten iſt es zwar allgemein bekannt, daß unter allen kirchlichen Körperſchaften unſers Landes keine einzige ſo, wie die in der Synodalconferenz verbundenen Synoden dies thun, mit Wort und That betont, daß wir uns mit Staats⸗ und Sonntags⸗ ſchule nicht zufrieden geben können und dürfen, daß wir für unſere Kinder chriſtliche Gemeindeſchulen haben und ſie uns nicht nehmen laſſen wollen; aber die Begründung dieſer unſerer Stellung wird vielfach nicht erkannt und deshalb unſere Verurtheilung der Staatsſchule und unſer Dringen auf Gemeindeſchulen mißverſtanden. Eine eingehende Darlegung unſers Stand⸗ punktes hierin iſt daher keineswegs überflüſſig, ſelbſt wenn dabei nichts ſon⸗ derlich Neues zu Tage gefördert wird. Ein ſolches Zeugniß wird gewiß auch nicht ohne heilſamen Einfluß auf andere Kreiſe bleiben. Zum andern finden ſich auch unter uns noch immer Gemeinden und einzelne Gemeinde⸗ glieder, welche die Nothwendigkeit der Gemeindeſchule noch nicht in ihrem vollen Maße erkennen. Sonſt würden kaum ſo viele Schulen ohne eigene Lehrkraft vorhanden ſein. Man würde mehr, als es geſchieht, die Schulen