# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1858_S303 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. 303 chen in gemein, 13. vom Taufen, 14. von Beichtsachen und vom Banne, 15. vom Sacramentreichen, 16. von der Fürsorge für die Armen, 17. von Schwermüthigen, Angefochtenen und Besessenen, wie mit denselben zu handeln, 18. von Kranken und von Uebelthätern, die das Leben verwirkt haben, zu besuchen und zu trösten, 19. vom Begraben, 20. von Unterhaltung und Besoldung der Prediger, 21. vom Widerstande und Creuz der rechtschaffenen Prediger, 22. vom Trost und Belohnung getreuer Prediger, 23. von untreuen Predigern, Rottengeistern, Schwärmern, ihrer Art und Eigenschaft, 24. von der untreuen und der falschen Lehrer, Ketzer und Rottengeister Strafe und Untergang. Diese Capitel umfassen in unserer Ausgabe 1039 Seiten, der Anhang 173. Kein anderes Buch gleicher Tendenz kann dem „Pastorale Lutheri“ an die Seite gesetzt werden. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, kann nicht sagen, daß er eine wahre Lutherische Pastoraltheologie gelesen habe. Der Kern dessen, was in Luthers schriftlichem Nachlaß Unterricht gibt zu rechter Führung des heiligen Predigtamtes in jeder Beziehung, das ist hier in vortrefflicher Ordnung und mit Luthers eigenen Worten, mit Angabe des Ortes, wo das Citat zu finden ist, gegeben. Zwar hat auch Porta selbst nicht Unbedeutendes hinzugethan, es sind dies aber alles Früchte der Schule Luther's, in welcher Porta ein so treuer Schüler war. Außerdem finden sich in dem Werke auch köstliche Goldkörner aus den Kirchenvätern, aus Brenz, Melanchthon, Weller, Amsdorf, V. Dietrich, Huberinus, Regius, Heshusius, Luc. Osiander, Erasm. Sarcerius, Mörlin, Mich. Neander, aus den Kirchenordnungen, und endlich wichtige Responsa theologischer Facultäten. Unser „Pastorale“ ist daher auch in der luth. Kirche mit ebenso großen Freuden aufgenommen, als fort und fort überaus werth gehalten und von den namhaftesten Theologen gerühmt und dringend empfohlen worden. Porta sagt selbst in der Vorrede, er habe mit dem Werk nicht geeilt, sondern es erst „etliche Jahr inne gehalten und zuvor vieler langgeübter und wohlverdienter Theologen judicia et censuras in Academiis und fürnehmen Kirchen gebeten, welche beide schriftlich und mündlich hiezu gerathen, daß dies Werk je eher je lieber einfältigen frommen Dienern des Worts möchte durch offenen Druck mitgetheilt werden.“ Als es der berühmte Lutherophilus Mich. Neander, Abt in Ilefeld, das erste Mal in die Hände bekommen hatte, schrieb er (im Oktober 1582) an den Verfasser: „Höchst angenehm ist mir dein ganz ausgezeichnetes theologisches Werk gewesen; Männer, die um die Gottseligkeit und Wohlfahrt der Kirche eifern, halten mit Recht dafür und fällen das Urtheil, daß nichts Aehnliches ans Licht getreten ist, seit der Zeit, daß theils die Alten, theils die Neuern etwas dieser Art für die Kirche zu schreiben versucht haben. Hier müssen die römischen und die griechischen Schriftsteller weichen. Niemand kann es sehen, ohne es zu bewundern, werth zu achten, sich anzuschaffen und in der Bibliothek des großen Luther auf den ersten Platz zu stellen und dir für eine so nützliche, so nothwendige Arbeit den höchsten, ja einen unsterblichen Dank zu sagen; was ich denn auch hiermit thue, nicht sowohl in meinem, als im Namen der Kirche und ganzen