# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1898_S45 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1898. 45 ſeit einem Jahre ſind die letzten drei Stationen Miſſionar Schütz in Salis⸗ bury übergeben, der daſelbſt und in Catawba noch miſſionirt. Endlich hat Miſſionar Bakke unſern Negerpaſtor Phifer in Charlotte zu beauf⸗ ſichtigen, der neben ſeiner Station noch Myersville verſieht, woſelbſt letztes Jahr eine Capelle erbaut wurde. Ueber ſeine jüngſte Station be⸗ richtet er Folgendes: „In Dry School-house waren die Neger der lauten, ſchwärmeriſchen Gottesdienſte müde und ſuchten nach etwas Beſſerem. Sie kamen nach Concord und beſuchten Paſtor Bakke, aber auch eine presby⸗ terianiſche Gemeinde. Zunächſt traten ſie mit der in Verbindung, aber ſiehe! nach Jahresfriſt mißfiel ihnen auch dies Weſen und ſie kamen zum lutheriſchen Miſſionar mit der Bitte, er ſolle ſich ihrer annehmen. Paſtor Bakke that es und hat eben am Sonntag vor ſeiner Abreiſe eine Gemeinde organiſirt, eine große Zahl Erwachſene confirmirt und ſieht mit großen Hoffnungen für dieſe Station in die Zukunft.“ Miſſionar Schmidt in Greensboro hat ebenfalls eine Capelle im letzten Jahre erhalten. Seine Gemeinde zählt 71 Seelen, ſeine Schule unter Lehrer Perſſon an 100 Schüler. Außerdem bedient er noch Elon Col⸗ lege mit 45 Seelen, woſelbſt ſein Lehrer in dieſen Ferien freiwillig Schule gehalten hat. Die wenigen und armen Neger der Station in Greensboro haben in zwei Jahren $506.46 aufgebracht und zahlen jetzt monatlich $12.00 an unſere Miſſionskaſſe. Unſer Viſitator, Paſtor Kretzſchmar, der dieſes Frühjahr die Miſſion in North Carolina beſuchte, kann nicht genug rüh⸗ men, welche Liebe zu Gottes Wort und zur lutheriſchen Lehre und Kirche, welche Dankbarkeit und Liebe gegen ihre beiden Miſſionare, welchen Eifer im gottſeligen Wandel er auf dieſer Station gefunden habe. Mit tiefer Verwunderung und freudigem Dank gegen Gott berichtete er davon der Com⸗ miſſion und iſt bereit, vor dieſer Ehrw. Verſammlung zu berichten. Von North Carolina ſuchen wir noch unſere älteſte Station in Meher⸗ rin, Va., auf. Dort wirkt ſeit acht Jahren Miſſionar Schooff. Sie iſt ein wunderbares Denkmal der Treue lutheriſchen Glaubens unter den Negern. Im Jahre 1886 beſchloß die Ehrw. Synodalconferenz, dieſe nur aus ſieben Familien beſtehende Station eingehen und dieſe Neger auf unſere Koſten nach Little Rock überſiedeln zu laſſen. Dieſe letztere Hoffnung ließ ſich nicht erfüllen. Aber etwas anderes geſchah, was niemand zu hoffen wagte: die reine Lehre göttlichen Wortes haftete ſo feſt in den Herzen dieſer wenigen Chriſten, daß ſie zwei Jahre lang ſich durch regelmäßige Leſegottes⸗ dienſte und Sonntagsſchule als ein lutheriſches Gemeindlein zuſammen⸗ hielten und endlich auf ihr anhaltendes Bitten ihnen wieder ein Miſſionar geſandt wurde. Und ſiehe, aus dieſem kleinen, treuen Chriſtenhäuflein iſt nun eine Negergemeinde geworden von 133 Seelen mit einer Wochenſchule von 45 Kindern und einer vier Meilen entfernten Filialſchule von 35 Kin⸗ dern. Dieſe letztere wird von einem Schüler unſers Miſſionars gehalten. Aeußerlich aber iſt dieſe Station am beſten im Stande. Sie allein hat neben