# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1898_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 42 Verhandlungen der ſiebzehnten Verſammlung und dadurch dem Predigtamt auch verloren gegangen. Endlich müſſen wir noch eines unerſetzlichen Verluſtes unſerer Miſſion mit großem Leidweſen gedenken. Unſer zweitälteſter, hochbegabter und treubewährter Miſſionar A. Burgdorf hat doch endlich ſeiner geſchwächten Geſundheit wegen den ihm ſo lieb gewordenen Miſſionsdienſt aufgeben und den Ruf an eine weiße Gemeinde annehmen müſſen. Zuletzt gedenken wir noch des ſchweren finanziellen Druckes, der durch Gottes Verhängniß ſeit einigen Jahren über unſerm Lande laſtet und ſich wie bei allen Werken für das Reich Gottes, ſo auch in unſerer Negermiſſion, ja, hier vielleicht doppelt empfindlich gel⸗ tend macht. Die Einnahmen der letzten zwei Jahre betrugen gegen die vor⸗ hergehenden zwei $7400.00 weniger. Wir konnten daher trotz der dringend⸗ ſten Aufforderungen nicht nur an keine Erweiterung unſers Miſſionsgebietes noch an eine Vermehrung unſerer Miſſionare denken, ſondern mußten viel⸗ mehr unſer Werk reduciren. Miſſionar Kuß entließen wir an eine weiße Gemeinde, da Miſſionar Lankenau ſich bereit erklärt hatte, beide Stationen, St. Paul und Mount Zion, verſehen zu wollen. Lehrer Niewedde verſetz⸗ ten wir von Bethlehem an die Oberklaſſe von St. Paul und Miſſionar Koßmann übernahm die Unterklaſſe ſeiner Schule, während Lehrer Riſchow an der Oberklaſſe ſteht. Auf dieſe Weiſe haben wir zwei Arbeitskräfte in New Orleans erſpart. Gleichwohl müſſen wir unſere Kaſſe mit einer Schuld von $5300.00 abſchließen. Ja, das Himmelreich unſerer Negermiſſion iſt dem „Sauerteige“ gleich. Ohne Geſtalt noch Schöne vor der Welt, ärgerlich der Vernunft durch Sünde und Schwachheit und eine Exiſtenz, die mehr Sterben als Leben ſcheint. Und doch ein Sauerteig Gottes und darum voll Kraft, Leben und Herrlichkeit. Nur der Vernunft iſt dieſe Herrlichkeit verborgen. Das offene Auge des Glaubens ſieht mit heiliger Verwunderung die ſelige Kraft des göttlichen Sauerteiges, wie er ein erſterbendes Geſchlecht erneuert und aus dem Tod zum Leben führt, wie er ein in Sünden und Laſtern er⸗ ſtarrtes, durch Grauſamkeit ſogenannter Chriſten ſtumpfſinnig gewordenes Volk, aus ſeinen Sünden, aus ſeinem tiefen, finſteren Todeselend heraus⸗ und hineinhebt in das Licht der Kinder Gottes, es zu einem heiligen Volk und Volk des Eigenthums macht, das nun mit uns verkündigt die Tugen⸗ den deß, der auch ſie berufen hat von der Finſterniß zu dem wunderbaren Licht des ewigen Lebens. Ja, ſolches iſt die ſelige Wirkung und Frucht unſers Miſſionswerkes unter den Negern. Wandern wir im Geiſt über das Gebiet derſelben, ſo wer⸗ den wir mit freudigem Lob und Dank Gottes unſers Heilandes erfüllt werden. In New Orleans, La., haben wir drei blühende Negergemeinden. Mt. Zion und St. Paul unter P. Lankenau mit zwei ſchönen Kirchen und geräumigen Schulhäuſern. Mt. Zions Eigenthum hat einen Werth von $10,000; zwei Lehrer unter⸗