# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S57 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1896. 57 die Kirche mit Sitzplatz für etwa 150 Perſonen, und die Schule, durch eine ſchiebbare Rollwand davon getrennt. Außerdem ein Pfarrhaus mit den nöthigen Nebengebäuden, ein guter Brunnen, Obſt⸗ und Gemüſegarten und Gottesacker. Das Ganze repräſentirt einen Werth von $1600. Außerdem hat Miſſ. Schooff noch zwei Predigtplätze in einer Entfernung von vier und zehn Meilen, mit einer Zuhörerſchaft von 30, resp. 40 Zu⸗ hörern im Gottesdienſt und Chriſtenlehre. Die Gottesdienſte müſſen oft ausgeſetzt werden, weil uns eigene Locale fehlen. Springfield, Ill. Dieſe Station iſt noch immer das Sorgenkind der Commiſſion. Das Miſſionseigenthum befindet ſich Ecke 15. und Jefferſon Straße. Das Grund⸗ ſtück iſt 80×157 Fuß. Die Kirche darauf mißt 32×45 Fuß und bietet Raum für 175 Zuhörer, und die daran gebaute Schule iſt 36×25 Fuß. Das ganze Gebäude, Kirche und Schule zuſammen, iſt alſo 70 Fuß lang. Von Auguſt 1894 bis März 1895 war Miſſionar H. Meyer Paſtor der Gemeinde. Er zerfiel bald mit der Gemeinde wegen unvorſichtiger Aeußerungen in einer Katecheſe. Wohl kam eine Ausſöhnung zwiſchen der Gemeinde und ihm zu Stande, aber das Zutrauen der Gemeinde war nicht ſo leicht wieder zu gewinnen. Da der Miſſionar bald nachher ſchwer er⸗ krankte, verließ er Springfield, und wurde nach erlangter Geneſung nach Nord⸗Carolina verſetzt. Wegen des Nothſtandes unſerer Kaſſe und auch weil wir nun keinen Miſſionar für Springfield hatten, war Herr Profeſſor J. Herzer vom Semi⸗ nar in Springfield ſo freundlich, die Leitung der Station zu übernehmen und dieſelbe mit Hülfe Herrn Prof. L. Weſſels und einiger Studenten zu bedienen. Die Seelenzahl iſt 45, darunter 27 Communicanten. Getauft wurden 12, darunter zwei Erwachſene. Der Kirchbeſuch iſt von 20—25, Maximum 36. Eine Anzahl ſind regelmäßige Beſucher. Die Sonntags⸗ ſchule zählte 34, die Wochenſchule 44 Schüler, Durchſchnittsbeſuch in beiden kaum halb ſo viel. Copulirt wurde 1 Paar, begraben 7 Perſonen. Im Unterricht für Taufe und Confirmation befinden ſich 5. Wenn nun auch den Studenten eine Entſchädigung für ihre Dienſte, für Predigen, Schule und Sonntagsſchule halten, gereicht wurde, ſo kommt die Verſorgung der Station auf dieſe Weiſe doch viel billiger, als wenn ein eigener Miſſionar dort angeſtellt wäre. In Anbetracht des Mangels in der Kaſſe iſt Herr Prof. Herzer auch ferner bereit, die Station in bis⸗ heriger Weiſe weiterzuführen. Wir ſind ihm und ſeinen Helfern zu großem Dank verpflichtet. Ihre Commiſſion hat regelmäßig jeden Monat eine Verſammlung und je nach Bedürfniß auch noch Extraverſammlungen abgehalten und alle wich⸗ tigen Verhandlungen durch ihren Secretär ſorgfältig protokolliren laſſen. In der letzten Zeit hatten wir auch die Freude, Herrn Prof. F. Pieper