# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S55 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1896. 55 ſchehen wäre, wenn die betreffende Loge nicht der fünf Thaler ſo bedürftig wäre. Die Beſchaffung eines Grundſtücks und einer Kirche oder Schule dürfte eine unerläßliche Nothwendigkeit für eine fernere geſegnete Wirkſam⸗ keit in Greensboro ſein. Wenn wirklich noch nicht gebaut werden könnte, ſollte man doch verſuchen, ein Grundſtück zu ſichern, damit die Leute mehr Zutrauen zu uns gewinnen. Ein ſehr ſchöner, paſſend gelegener Platz von 120×160 Fuß wäre jetzt noch für etwa $600 zu haben, dürfte aber bald gar nicht mehr zu haben ſein oder bedeutend mehr koſten. Die Neger hier ſind meiſtens arbeitſame, ruhige Leute und gutes Material für eine Ge⸗ meinde. Sie haben angefangen, für einen Platz zu ſammeln. Außer den Sonntagsgottesdienſten hält der Miſſionar auch noch in der Woche Gottes⸗ dienſte mit Katechismus⸗ und Singunterricht. Die Anſtellung einer zwei⸗ ten tüchtigen Lehrkraft wäre daher ſehr zu wünſchen, zumal der Miſſionar viel abweſend ſein muß. In Greensboro hat Miſſ. Schmidt ſeinen Wohnſitz. 12. Elon College Station, Trinity Church, 17 Meilen von Greensboro. Die Miſſion beſitzt hier 1½ Acker Land und darauf ein Kirch⸗ lein von 25×32 Fuß, das ohne innere Einrichtung $610 koſtete. Es iſt die einzige Kirche im Ort und ein Schmuck für die ganze Gegend. Die Station zählt 30 Seelen, darunter 10 communicirende. Der Miſſionar taufte 15 Perſonen, darunter 3 Erwachſene, und confirmirte 6 Erwachſene. 6 Erwachſene und 4 Kinder ſind noch im Unterricht. Die Gottesdienſte werden durchſchnittlich von 28 Zuhörern beſucht. Die Sonntagsſchule zählt 23. An Geldern gingen ein $50.75. Auch für eine Wochenſchule wären hier ſehr gute Ausſichten, denn es wohnen hier 40 Familien mit wenigſtens 100 ſchulfähigen Kindern. Der Negerſtudent Burthlong hielt hier letztes Jahr eine Zeitlang Schule mit 20 Kindern. Die Gemeinde⸗ glieder möchten auch gern eine Schule neben der Kirche errichten für etwa $150. Sie haben den freien Platz bei der Kirche mit Taback bepflanzt, um für den Erlös eine Glocke zu kaufen, dürften aber auch wohl zu veranlaſſen ſein, ihn für den Schulbau zu verwenden. Eine Schule würde auch dem Gedeihen der Gemeinde ſehr förderlich ſein. Miſſionar Schmidt predigte bisher auch noch in Springdale, 27 Meilen von Greensboro. Hier befindet ſich ein Kirchlein auf dem Lande des Rev. Sam. Holt, daher “Holt's Chapel” genannt, wird auch von Rev. Holt als ſein Eigenthum beanſprucht. Obgleich er ſchon vor Jahren auf Rath unſerer Miſſionare verſprochen hat, nicht mehr predigen zu wollen, ſo ſcheint er doch an einem chroniſchen Predigtfieber zu leiden, hält mit allen Schwär⸗ mern Kanzel⸗ und Abendmahlsgemeinſchaft, und hat faſt alle, die ſich zu uns hielten, ſo verwirrt, daß ſie ſich von uns zurückgezogen haben. Nur noch zwei Familien ſind uns treu geblieben. Da nun gar keine Ausſicht auf Zuwachs vorhanden iſt, und dieſe beiden Familien zugeſagt haben, nach Elon College zu ziehen, ſo wurde Springdale oder Holt's Chapel auf⸗ gegeben. Miſſionar Schmidts Gehülfen in ſeiner Miſſionsarbeit war letztes