# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 Verhandlungen der ſechzehnten Verſammlung 9. Charlotte. Dieſe Station iſt von dem Negerprediger W. P. Phifer gegründet und wird auch noch von ihm bedient, unter Aufſicht Miſſionars Bakke. Die Gemeinde zählt 54 Seelen mit 32 communiciren⸗ den Gliedern. Die 28×47 Fuß große Kirche hat Raum für 250 Per⸗ ſonen. Die Gottesdienſte werden durchſchnittlich von 50 Zuhörern beſucht. Die Sonntagsſchule zählt 90 und die Wochenſchule wurde von 60 Schülern beſucht. Das 15×40 Fuß große Schulgebäude, in welchem die Frau des Miſſionars Schule halten hilft, hat die Gemeinde ſelbſt für $150 erbaut. 90 Kinder haben im Laufe des Jahres hier chriſtlichen Unterricht genoſſen. Das Eigenthum der Gemeinde wird auf $1700 geſchätzt. Hier ſind weiter keine Bedürfniſſe, das Eigenthum betreffend, als eine Reparatur, resp. Er⸗ neuerung, der Kirchdecke. 10. Meyers Plantation. Etwa drei Meilen von Charlotte iſt eine Anſiedlung Neger, die bis zu Anfang dieſes Jahres ohne kirchliche Be⸗ dienung geweſen ſind. Es ſind etwa 100 Neger, welche hier einen Theil einer großen Plantage bearbeiten, deren Eigenthümer Meyer heißt. Hier hat Miſſionar Phifer eine Sonntagsſchule von 60 Kindern organiſirt. Jeden Sonntag⸗Morgen wird Gottesdienſt und Schule unter dem Schatten der Bäume gehalten. Zu den Gottesdienſten ſtellen ſich etwa 25 Erwachſene ein. Im Winter müßte man mit den Gottesdienſten wohl in eine Negerhütte flüchten. Die Leute ſcheinen es zum Theil ernſtlich zu meinen, aber eine Kapelle wäre auch hier unbedingt nöthig. Der Eigenthümer der Plantage will einen gelegenen Bauplatz in der Größe von 100 Fuß im Quadrat für $50 hergeben. Etwa $250 dazu würden die Kapelle bauen. Obige zehn Stationen ſtehen ſeit Meyers Abfall ſämmtlich unter Aufſicht Miſſio⸗ nars Bakke. Wir gedenken nun noch der Stationen von Miſſionar J. C. Schmidt. 11. Greensboro. Dies iſt eine Stadt von 10,000 Einwohnern, darunter etwa 3000 Neger. Alle Secten ſind unter ihnen vertreten. Nach⸗ dem Herr Miſſ. Schmidt am 29. Juli 1894 ordinirt war, begann er ſeine Arbeit in Greensboro mit 2 Frauen und 3 Kindern. Unter Gottes gnä⸗ digem Beiſtande iſt die Seelenzahl auf 63, mit 8 communicirenden Glie⸗ dern geſtiegen. Confirmirt hat der Miſſionar 7, getauft 56. Noch im Un⸗ terricht ſtehen 6 Erwachſene und ein Kind. Getraut hat er ein Paar und ein Kind begraben. Der Beſuch der Gottesdienſte iſt ſehr regelmäßig, durch⸗ ſchnittlich 41, doch iſt die Zahl auch ſchon auf 150 und darüber geſtiegen. Die Wochenſchule zählt 84 Kinder, mit einem täglichen Beſuch von durch⸗ ſchnittlich 47. An Geldern ſind $204.37 eingegangen. Miſſionseigenthum iſt in Greensboro noch nicht vorhanden. Die Gottesdienſte werden im zweiten Stock einer erbärmlichen Logenhalle ge⸗ halten, zu welchem eine hohe, ſteile Treppe hinaufführt. Für den Gebrauch dieſer Halle müſſen monatlich fünf Thaler Rente entrichtet werden. Natür⸗ lich können wir jeden Tag ausgewieſen werden, was wohl ſchon längſt ge⸗