# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S53 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1896. 53 4. Claremont. Dieſe Station iſt vor ein und einem halben Jahr geſammelt worden aus Negern, die früher mit der “St. John's Church”, Paſtor Prof. Dau, in Verbindung ſtanden. Sie zählt gegenwärtig erſt acht Seelen, fünf Communicanten. Der Gottesdienſt wird in einem kleinen Negerſchulhaus, 2½ Meilen von Claremont, gehalten. Ohne ein kleines Gotteshaus kann die Miſſion auch hier nicht gedeihen. Ein Bauplatz iſt bereits ausgeſucht und Geld genug in Prof. Daus Gemeinde geſammelt, um einen Acker Land zu kaufen. Für $250 könnte eine Kapelle gebaut werden. 5. Lexington. Die kleine lutheriſche Neger⸗Anſiedlung in der Nähe von Lexington beſteht aus 25 Seelen mit neun communicirenden Gliedern. Es iſt ein Ueberbleibſel der kurzgelebten „Alpha⸗Synode“. Das Gemeindlein beſitzt ein eigenes Grundſtück, das ihnen vor vielen Jahren geſchenkt iſt, aber in einer Gegend, wo jetzt keine Neger mehr wohnen. Die Gottesdienſte werden bald im Städtchen, bald auf dem Lande gehalten und durchſchnittlich von 25 Zuhörern beſucht. Schon vor Jahren haben wir ihnen eine Kapelle verſprochen, haben aber unſer Verſprechen bis jetzt nicht halten können. Dadurch und durch Meyers Abfall ſind dieſe Leute ſehr entmuthigt worden, und wenn nicht bald etwas für ſie geſchieht, ſteht zu befürchten, daß die Station eingehen werde. 6. Salisbury. Dies iſt ein blühendes Städtchen von 8000 Ein⸗ wohnern und Mittelpunkt eines bedeutenden Miſſionsfeldes. Hier wohnte Miſſionar Meyer. Eine Gemeinde iſt noch nicht organiſirt. Eine Anzahl junger Leute erhält Katechismusunterricht. Anfangs Juni fing Student Volkert eine Wochenſchule an, die von 45 Kindern beſucht wird. Dem Wochengottesdienſt wohnen etwa 25 Erwachſene bei. Durch die Schule iſt dieſe Station zu den ſchönſten Hoffnungen berechtigt. Aber nur durch die Schule und jungen Leute, da die Alten meiſtens den Sectenkirchen an⸗ gehören. Die Leiſtungen dieſer jungen Schule ſind, ſonderlich was Katechis⸗ musherſagen und Abſingen lutheriſcher Kirchenlieder betrifft, ausgezeichnet. 7. Rockwell. Dieſe Station iſt ſeit etwa einem Jahr von Salis⸗ bury aus bedient. Sie zählt 33 Seelen mit 18 communicirenden Gliedern. Die Gottesdienſte werden in einem Privathauſe gehalten, wo ſich durch⸗ ſchnittlich 40 Zuhörer verſammeln. Die Sonntagsſchule zählt 35 Kinder. Eine Kapelle für etwa $250 wäre durchaus nöthig. 8. Gold Hill. Dieſe Gemeinde, die aus 28 Seelen, 16 communi⸗ cirenden Gliedern beſteht, deren Gottesdienſte von 50 Zuhörern und ihre Sonntagsſchule von 45 Kindern beſucht wird, iſt ebenfalls von Salisbury aus bedient. Neun Perſonen befinden ſich im Unterricht und iſt überhaupt viel Material für die Gemeinde vorhanden. Das öffentliche Schulhaus für Neger iſt der Verſammlungsort für die Gemeinde. Zu irgend einer Zeit kann ſie daraus verwieſen werden. Daher auch hier ein Kirchlein für $250 ſehr zu wünſchen wäre.