# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S50 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 50 Verhandlungen der ſechzehnten Verſammlung Gottesdienſt hat, welches einmal monatlich der Fall iſt. Außerdem hält er den Negern einmal im Monat noch einen beſondern Gottesdienſt. Dies ge⸗ ſchah zuerſt in einem Privathauſe, jetzt aber, da die Kapelle doch noch nicht verkauft iſt, in dieſer. Einige Bänke haben die Neger ſich ſelbſt machen laſſen. Während der Monate Juli und Auguſt, ſeiner Ferienzeit, hält ihnen Herr Paſtor Bäpler jeden Sonntag⸗Abend Gottesdienſt. Auch halten ſie ſelbſt unter ſich Sonntagsſchule, wobei er ſich ihrer ſo viel als möglich an⸗ nimmt. Die Leute geben die Hoffnung nicht auf, daß die Miſſion dort wieder aufgenommen wird, und wird es uns mit Little Rock vielleicht ähn⸗ lich ergehen, wie früher mit Meherrin, welche Station aufgehoben wurde, aber nach zwei Jahren wieder aufgenommen werden mußte und ſeitdem einen gedeihlichen Fortgang nimmt. Führen wir nun wie üblich unſere eigentlichen Stationen der Reihe nach vor, indem wir den Anfang machen mit New Orleans. 1. Mount Zion, gegründet 1878, jetzt unſere älteſte Station. Der Miſſionar dieſer Station iſt Herr Paſtor E. W. Kuſs. Seine Mitarbeiter ſind die Herren Lehrer E. Vix und D. Meibohm. Das Eigenthum dieſer Station liegt an der Südweſtecke von Franklin und Thalia St., mit einer Front von 118 Fuß an Franklin und 96 Fuß an Thalia St. Die Gebäu⸗ lichkeiten ſind eine zweiklaſſige Schule, 70×32 Fuß, welche Sitzplätze bietet für etwa 200 Schüler, und eine neue Kirche, etwa 60×30 Fuß, welche für 250 Perſonen Raum haben wird, iſt an derſelben Stelle, auf der die alte abgetragene Kirche ſtand, im Bau begriffen. Dieſelbe iſt für $2500 in Con⸗ tract gegeben. Das Eigenthum wird dann, wenn die Kirche vollendet iſt, wenigſtens $8500 werth ſein. Die Beſchlüſſe der ehrw. Synodalconferenz von 1892 und 1894 konnten leider noch nicht vollſtändig ausgeführt werden, ſind aber, wie angegeben, in der Ausführung begriffen. Es mußte zunächſt noch ein Stückchen Land für $300 zugekauft werden, um unſern Platz zu einem rechtwinkligen zu machen; dann wurde die neue Schule gebaut, ehe die alte Kirche, in welcher bis dahin auch Schule gehalten worden, ganz zerfiel oder abgebrochen wurde. Die Gemeinde wartete nun mit Schmerzen darauf, daß auch die neue Kirche gebaut würde; da dies aber wegen Mangels in der Kaſſe noch nicht möglich war (hatten wir doch noch eine Schuld von über $800 auf der Schule ab⸗ zutragen), das Gebäude auch nicht mehr reparirt werden konnte, behalf ſie ſich, ſo gut es anging. Um den am meiſten zerfallenen hintern Theil der Kirche den Augen der Kirchbeſucher zu verhüllen, wurde eine Gardine von billigem Zeug davor gehangen, und der Beſuch der Gottesdienſte war unter den Umſtänden recht erfreulich. Der letzte Weihnachtskindergottesdienſt wurde in der neuen Schule gehalten, weil die Kirche nicht mehr geheizt werden konnte und wegen ihrer Baufälligkeit gefährlich war. Auch wäh⸗