# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S49 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1896. 49 ſich jetzt auf $1300. Unſere Miſſionsblätter, von denen die „Miſſions⸗ Taube“ in 16,192 Exemplaren und der “Pioneer” in 4071 Exemplaren geleſen wurden, haben in den beiden Jahren einen Reingewinn gebracht, die „Miſſions⸗Taube“ $2018.26, der “Pioneer” $181.74, zuſammen $2200. Das Traurigſte, was die Commiſſion diesmal der ehrw. Synodal⸗ conferenz zu berichten hat, iſt der Abfall des ehemaligen Miſſionars Herm. Meyer. Derſelbe wurde vor zwei Jahren von North Carolina nach Spring⸗ field, Ill., verſetzt. Aber ſchon nach kurzer, nicht gerade geſegneter Wirk⸗ ſamkeit daſelbſt erkrankte er und kam nach St. Louis. Nach ſeiner Geneſung hielt die Commiſſion und auch er ſelbſt dafür, es ſei nicht gerathen, daß er wieder nach Springfield gehe, und wurde er deshalb wieder nach North Carolina geſandt, wo Salisbury und Umgegend ſein Arbeitsfeld war. Anfangs Mai dieſes Jahres, während die meiſten Glieder der Commiſſion zur Delegaten⸗Synode in Fort Wayne waren, erhielt Herr Director Burg⸗ dorf in St. Louis ein Reſignationsſchreiben von Herrn Meyer und zwei Tele⸗ gramme von den Miſſionaren Bakke und Schmidt, des Inhalts, Miſſionar Meyer ſei zu den Baptiſten übergegangen und alle Verſuche ihrerſeits, ihn von dem Irrthum ſeines Weges zu überzeugen, ſeien vergebens geweſen. Herr Director Burgdorf telegraphirte ſogleich zurück, daß Miſſionar Meyer alle Stationen ſofort an Miſſionar Bakke abzutreten habe. In der nächſten Verſammlung der Commiſſion, am 22. Mai, wurde denn die Reſignation Meyers mit großer Betrübniß angenommen und ihm ſein Gehalt noch bis zu dem Tage ausbezahlt. Wenden wir uns nun zu den einzelnen Stationen. Das Eigenthum der ſchon vor zwei Jahren aufgegebenen Station Carrollton in New Orleans wurde kürzlich für $340 verkauft. Als wir dies Eigenthum vor elf Jahren kauften, war der Miſſiſſippi⸗Fluß zehn Blocks weit davon ent⸗ fernt, jetzt aber nur noch drei Blocks, weil der Fluß hier immer mehr Land wegſpült. Unter dieſen Umſtänden mußten wir froh ſein, das Eigenthum zu dem angegebenen Preiſe verkaufen zu können. Unſere vormals älteſte Station, Little Rock, Ark., haben wir nun auch, wie ſchon vor zwei Jahren befürchtet wurde, aufgeben müſſen, da es mit derſelben immer mehr rückwärts ging. Auch überzeugte ſich die Com⸗ miſſion durch eines ihrer Glieder an Ort und Stelle, daß die wenigen Glie⸗ der, die noch treu zu uns hielten, anderweitig verſorgt werden konnten. Unter dieſen Umſtänden, und da auch unſer dortiger Miſſionar alle Freu⸗ digkeit zur Fortſetzung ſeiner Arbeit verloren hatte, erſchien es uns bei dem Nothſtande unſerer Kaſſe geboten, die Station aufzuheben. Der Miſſionar nahm darauf einen Beruf an eine weiße Gemeinde an, die Schulbänke wur⸗ den nach Concord, N. C., geſandt und Herr Geo. Reichardt in Little Rock gebeten, das Miſſionseigenthum ſo bald als möglich zu verkaufen. Herr Paſtor Bäpler von der deutſchen Gemeinde in Little Rock berichtet, daß die treugebliebenen Neger in ſeine Kirche kommen, wenn er Abends engliſchen