# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1896. 47 Geſchäftsverhandlungen.*) Negermiſſion. Die Commiſſion für Negermiſſion hatte folgenden Bericht eingereicht, der von P. C. F. W. Sapper verleſen wurde: Zehnter Bericht der Commiſſion für die Negermiſſion der „Evangeliſch⸗ Lutheriſchen Synodalconferenz von Nord⸗America“. (Für den Zeitraum von Auguſt 1894 bis Juli 1896.) Wieder ſind zwei Jahre ſeit unſerm letzten Bericht verfloſſen, und auch in dieſen beiden Jahren hat Ihre Commiſſion den der Chriſtenheit von Chriſto gegebenen Miſſionsbefehl, allen Völkern das Evangelium zu ver⸗ kündigen, im Auftrag der ehrw. Synodalconferenz an den Negern dieſes Landes in Ausführung gebracht, ſo weit ihr ſolches mit den ihr zu Gebote ſtehenden Mitteln möglich war. Wir erlauben uns daher, über dieſe unſere Miſſionsthätigkeit pflichtſchuldigſt folgenden Bericht zu unterbreiten. Auch diesmal dürfen wir zur Ehre Gottes fröhlich rühmen: Der HErr iſt uns freundlich geweſen und hat uns ſein Antlitz leuchten laſſen, daß unſere Arbeit nicht vergeblich geweſen iſt in dem HErrn, und durch unſer armes Werk manche Seele bekehrt iſt von der Finſterniß zum Licht und von der Gewalt Satans zu dem lebendigen Gott. Wohl finden ſich an unſern Negergemeinden eigenartige Mängel und Gebrechen, und doch wird jeder, der einen näheren Einblick in dieſelben genommen hat, zur Ehre Gottes ge⸗ ſtehen müſſen, daß in wenigen unſerer weißen Gemeinden z. B. von der Jugend der kleine Katechismus Luthers mit mehr Sicherheit und Genauig⸗ keit hergeſagt wird, wie denn überhaupt wohl wenig Unterſchied zu finden iſt zwiſchen unſern Negergemeinden und vielen unſerer weißen Gemeinden. Mit herzlichem Dank gegen Gott können wir auch berichten, daß unſere Miſſionsarbeiter während der beiden letzten Jahre mit wenigen Ausnahmen in Geſundheit haben ihres Amtes warten können. Nur Herrn Miſſionar Burgdorfs Geſundheitszuſtand war vor einem Jahre ſo zerrüttet, daß mehrere Aerzte ihr Gutachten dahin abgaben, er ſolle New Orleans ganz verlaſſen. Da er nun ſchon wiederholt hatte Urlaub nehmen müſſen, um ſeiner niedergebrochenen Geſundheit wieder ein wenig aufzuhelfen, ſo ſahen wir uns jetzt in die Nothwendigkeit verſetzt, ihm Urlaub bis zur völligen Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit zu gewähren und ihn von New Orleans ganz wegziehen zu laſſen. Er begab ſich auf Anrathen der Aerzte in die Berge von Tenneſſee, und zwar nach Wartburg. Dort hat er denn auch durch Gottes Gnade Geneſung gefunden und wurde im Monat Mai dieſes *) Von dem Hülfsſecretär Paſt. F. S. Bünger (Hamel, Ill.) berichtet.