# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S19 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗America. 1896. 19 Wie ſtimmt Chriſtus mit Belial? Darum gehet aus von ihnen und ſondert euch ab!“ Und hier ſchließt ſich Reines und Unreines zuſammen. Das genügt ſchon, um erkennen zu laſſen, daß wir es hier mit einem Inſtitut zu thun haben, das gegen Gottes Wort iſt, und unſer kirchliches Verhalten gegenüber dem Logenweſen iſt durch dieſe Verwerfungsurtheile des gött⸗ lichen Wortes über dieſes Unweſen ſo normirt, daß wir uns unbibliſcher, ſchriftwidriger Praxis ſchuldig machen würden, wenn wir dieſen Geſell⸗ ſchaften gegenüber eine andere Stellung einnähmen, als ſie uns Gottes Wort anweiſt, und wenn wir anders zu ihnen ſtänden, als Gottes Wort vorſchreibt. Und wir wiſſen ja, daß auch in Bezug auf dieſes Stück in weiten Kreiſen der ſogenannt lutheriſchen Kirche eine gar traurige Miß⸗ achtung der göttlichen Norm zu beklagen iſt. In Gottes Wort normirt iſt ferner auch unſere Begräbnißpraxis. Zwar daß ein Menſch begraben wird, kann ein bürgerliches Ding ſein, und ſo lange es ein bürgerliches Ding iſt, kann auch ein Chriſt als Bürger ſich an dieſem bürgerlichen Vorgange betheiligen, ohne dadurch, ſei es richtige, ſei es verkehrte kirchliche Praxis zu üben. Aber es kann auch das Begräbniß durch die hinzukommenden Umſtände, und ſoll unter uns Chriſten durch die Art und Weiſe der Ausführung dieſer letzten Ehre einen kirchlichen Character annehmen, und ſo tritt auch das Begräbniß ein in das kirchliche Leben. Da iſt es dann ein Bekenntniß der Kirche, der Gemeinde, durch ihren Paſtor, wenn er mitgeht, durch die Gemeindeglieder, wenn ſie einen Leichengottes⸗ dienſt halten, daß ſie in kirchlicher Gemeinſchaft mit dem Entſchlafenen, der nun zur Erde beſtattet werden ſoll, geſtanden haben und noch ſtehen, als mit einem, der im Reiche Gottes, in der ſtreitenden Kirche, mit ihnen ge⸗ weſen iſt bis an ſein Ende und nun als einer der Ihren eingegangen iſt in die triumphirende Kirche, dahin ſie alle eilen. Das liegt im kirchlichen Be⸗ gräbniſſe, und Gott ſagt im achten Gebot: „Du ſollſt nicht falſch Zeugniß reden.“ Das iſt eine ganz offenbare, große, grobe Lüge, wenn eine Ge⸗ meinde und ein Paſtor einem, der nicht zu ihnen gehört hat, den ſie nicht anerkennen konnten als einen Bruder, von dem ſie nicht annehmen dürfen, daß er ſelig gefahren ſei, ein kirchliches Begräbniß gewähren, und ſo wenig ein Chriſt eine andere Lüge ſagen oder eine Gemeinde in andern Lügen leben ſoll, ſoll ſie ſich dieſer Lüge ſchuldig machen, daß ſie jemand für etwas aus⸗ gibt, das er thatſächlich nicht war, jemand als das behandelt, als was er nur erlogener Weiſe gelten kann. Oder aber eine Gemeinde und ihr Paſtor ſagen: Das weiß die ganze Stadt, daß der kein Chriſt war; es glaubt kein Menſch, wenn wir mitgehen, daß wir meinen, der ſei ein lutheriſcher Chriſt geweſen; jedermann weiß, er war einer von unſern Gegnern. Nun, dann ſagt Gottes Wort: „Sehet zu, daß ihr niemand ein Aergerniß gebet“; und das iſt ein greuliches Aergerniß, das man den Brüdern und den Feinden gibt, wenn man mit kirchlichen Ehren, als in einem kirchlichen Begräbniſſe, einen anerkannt Gottloſen zu Grabe bringt. Denn zunächſt ſagt die Welt: