# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1896_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14 Verhandlungen der ſechzehnten Verſammlung ganz und voll einig ſind in dem Bekenntniſſe Chriſti und ſeiner Wahrheit, auch nicht an unſerm Abendmahlsgenuſſe theilnehmen ſollen. Unſere Abend⸗ mahlspraxis, inſofern ſie in Gottes Wort normirt iſt, iſt alſo nicht eine Sache unſers freien Ermeſſens; da haben wir nicht irgend etwas walten zu laſſen mit Beiſeiteſetzung deſſen, was Chriſtus, der HErr, was Gott in ſeinem Worte in Abſicht auf die Abendmahlspraxis vorgeſchrieben hat. Man ſagt wohl: „Ihr ſeid vermeſſene Leute! Wer hat euch Predigern das Recht gegeben, irgend einem das Sacrament zu verſagen? Es iſt nicht euer Sacrament, es iſt Chriſti Sacrament, und ihr geberdet euch, als wäre es euer Sacrament. Der Heiland ſagt: Nehmet hin und eſſet, und ihr ſagt zu dieſem oder jenem: Nein, du ſollſt nicht nehmen und nicht eſſen!“ Aber dies Argument gilt nichts; denn eben das Gegentheil von dem, was damit bewieſen werden ſoll, ergibt ſich daraus. Eben weil das heilige Abendmahl nicht unſer, ſondern des Heilandes Sacrament iſt, und weil er für die Verwaltung ſeines Sacraments ſeine Inſtructionen und Regeln gegeben, ſeinen Willen kund gethan hat, weil ſein Sacrament verwaltet werden ſoll, ſo haben wir nicht zu entſcheiden, wie wir's verwalten wollen, ſondern des HErrn Chriſti Sacrament nach ſeiner Inſtruction und nicht nach unſerm Gutdünken, nicht nach dem Verlangen irgend eines unverſtändigen oder gottloſen Menſchen zu verwalten. Chriſti Sacrament, ſein Tiſch, ſein Altar, ſein Leib und Blut, ſein Mahl iſt es; darum ſoll es auch ſo verwaltet werden, wie er es nach ſeiner Vorſchrift verwaltet haben will. Unſere Taufpraxis iſt ebenfalls durch Gottes Wort normirt. Der Heiland ſagt: „Gehet hin und lehret alle Völker oder machet ſie zu Jüngern, indem ihr ſie taufet im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geiſtes, und lehret ſie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ Wir ſollen zu Jüngern machen alle Völker, und dazu ſoll ein Mittel ſein die Taufe. Durch ſie will er ſeine Gnade walten laſſen über allen Völkern. Und da hat er nicht eine Grenze geſetzt, etwa für alle Perſonen von ein⸗ undzwanzig Jahren an, ſondern er faßt alles, was zum Volke gehört, in ſeinen Befehl. Wie bei einer Volkszählung alles, Männlein und Fräulein und die Kinder in der Wiege, gezählt werden, weil ſie zum Volke gehören, ſo geht auch der Taufbefehl nicht nur auf die Erwachſenen, ſondern auf alle, die zum Volke gehören. Daher wir denn nach unſers Heilandes Inſtruc⸗ tion und Ordnung, nach der rechten göttlichen Norm auch die Kindertaufe üben. — Ferner hat er geſagt: „Taufet ſie, netzt ſie mit Waſſer.“ Er hat nicht geſagt, wie das Waſſer angewendet werden ſoll. Die Art und Weiſe der Anwendung des Waſſers iſt nicht normirt, aber daß mit Waſſer ge⸗ netzt werden ſoll, iſt befohlen. — Und das ſoll geſchehen „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geiſtes“, und nicht im Namen von Gott, Tugend und Unſterblichkeit. — Wir ſollen auch darauf bedacht ſein, daß die, welche getauft werden, auch gelehrt werden; gehe dies nun vorher, wo das möglich iſt, oder folge es nachher, wo die Taufe voraufgegangen iſt,