# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S68 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 68 Verhandlungen der fünfzehnten Verſammlung licher Kirchenbeſuch iſt 69. Die Sonntagsſchule zählt 179 und die Wochen⸗ ſchule 146 Schüler. An der Oberklaſſe ſteht Herr Lehrer E. Riſchow, die Unterklaſſe iſt ſeit dem Wegzuge Herrn Lehrer Schäfers im October 1893 vacant. Es iſt uns noch nicht gelungen, wieder einen Lehrer für dieſe Klaſſe zu gewinnen; auch der uns von der Vertheilungscommiſſion der Ehrw. Miſſouriſynode vorgeſchlagene Candidat hat unſern Beruf nicht ange⸗ nommen. Die kleine Gemeinde gab ihrem Paſtor einen erfreulichen Be⸗ weis ihrer Liebe und Dankbarkeit, indem ſie ohne ſein Wiſſen unter ſich eine Collecte erhob, damit er eine Erholungsreiſe zur Weltausſtellung in Chicago mache, und reichte ſelbſt die Bitte an die Commiſſion ein, ihm den nöthigen Urlaub zu bewilligen. Ferner beſtritt die Gemeinde in dieſem Jahr ſelbſt eine nöthig gewordene Reparatur ihrer Kirche. III. Meherrin, Lunenburg Co., Virginia. Hier arbeitet im Segen Herr Miſſionar D. Schooff. Die Station hat Kirche, Schule und Pfarrhaus. Die Seelenzahl betrug Ende Juni 99, darunter 49 communicirende Glieder. In den letzten beiden Jahren wur⸗ den 18 getauft, darunter 4 Erwachſene, und confirmirt wurden 15. 5 wur⸗ den kirchlich begraben und 2 Paare getraut. Die Durchſchnittszahl in den Gottesdienſten iſt 55. Von 100 Sonntagsſchülern iſt die Durchſchnitts⸗ zahl der Anweſenden 47, die Wochenſchule zählt 66. Die Ausſicht auf Zu⸗ wachs iſt gut. An baarem Geld ſind zwar nur $66.91 eingegangen, aber es iſt von den Gliedern viel freiwillige Arbeit am Eigenthum der Miſſion geſchehen und dadurch viel Geld erſpart worden. In dem ſieben Meilen von Meherrin entfernten Städtchen Keys⸗ ville hat der Miſſionar letztes Jahr auf Anſuchen der Leute dort eine Zweigſtation errichtet, wo er predigte und auch eine Lehrerin anſtellte. Er baute hier mit Hülfe ſeiner Leute eine Kapelle für $172. Die Schule zählte nach einigen Wochen 45 und nach einigen Monaten 75 Schüler. Ueber ein Jahr lang war die Schule in einem blühenden Zuſtande. Die Lehrerin, eine Negerpaſtorswittwe, die ein gutes Zeugniß hatte, hielt zu großer Zu⸗ friedenheit des Miſſionars Schule; doch ſah er ſich genöthigt, ſie vor einigen Monaten zu entlaſſen, weil ſie ſich in ihren Berichten wiederholt wiſſent⸗ licher Fälſchungen ſchuldig gemacht hatte. Ueberhaupt ſcheint der Lügen⸗ geiſt dort ſehr thätig zu ſein. Ein ſchwarzer Lügenprediger hat unſern Miſſionar und unſere Miſſion ſo verleumdet, daß weder unſere Gottes⸗ dienſte noch unſere Schule mehr beſucht werden. Freilich wird er's wohl auf die Länge nicht treiben, aber für jetzt meint der Miſſionar doch ſeine Miſſionsthätigkeit in Keysville einſtellen zu müſſen. Dagegen berichtet er, daß eine Anzahl deutſcher Lutheraner ſich in letzter Zeit in der Gegend an⸗ geſiedelt haben, welche ſehr froh ſein werden, zu einem deutſchen Gottes⸗ dienſt in unſerm Kirchlein zu kommen. Doch wer weiß, ob es nicht auch mit Keysville geht wie vormals mit Meherrin, welche Station wir auch