# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S65 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der ev.⸗luth. Synodalconferenz von Nord⸗Amerika. 1894. 65 Schule hat ſehr gutes Material und beſteht meiſtens aus Kindern, deren Eltern ſich zu uns halten. Am 13. Mai wurden 3 confirmirt und 2 getauft. 3 Männer und 2 Frauen warten auf die Confirmation. Die Station hat eine Kirche, die zugleich als Schule benützt wird. Dieſelbe bedarf einer Reparatur, doch ſind die Glieder willig, die Koſten ſelbſt zu tragen. Der Miſſionar iſt voll freudiger Hoffnung für die Zukunft. Auch Herr Paſtor Bäpler von der dortigen deutſchen Gemeinde berichtete über die Wirkſamkeit unſers Miſſionars und die Ausſichten des Miſſionswerkes ſo günſtig, daß ein Aufgeben der Station nicht zu verantworten wäre. II. New Orleans, Louiſiana. Hier haben wir jetzt nur noch drei Stationen, Mount Zion, Miſſio⸗ nar E. W. Kuſs; St. Paul, Miſſionar J. Lankenau, und Beth⸗ lehem, Miſſionar Aug. Burgdorf. Die vierte Station, Trinity in der Vorſtadt Carrollton, mußten wir eingehen laſſen, wie ſchon erwähnt. Dieſe Station wurde bis vor einem Jahre von Herrn Miſſionar Burgdorf mitbedient; weil aber die Arbeitslaſt ſeine Geſundheit ſichtlich gefährdete, wir auch der Station gern eine ganze Manneskraft allein geben wollten, ſo wurde Herr Candidat E. W. Kuſs vom Seminar in St. Louis berufen und am 10. September 1893 durch Herrn Miſſionar Aug. Burgdorf in Car⸗ rollton ordinirt und eingeführt. Als aber auch die Arbeit dieſes Miſſio⸗ nars eine durchaus vergebliche war, mußte die Commiſſion das Fortbeſtehen oder Aufgeben dieſer Station in ernſtliche Berathung ziehen. Herr Miſſio⸗ nar Burgdorf hatte ſchon vor Jahren der Commiſſion den Rath gegeben, Carrollton eingehen zu laſſen, da keine Ausſichten vorhanden ſeien, daß aus dieſer Station je etwas würde, und auf eine Anfrage ſprach er ſich in einem Briefe vom 4. April dieſes Jahres wiederum ſehr entſchieden für die Auf⸗ hebung dieſer Station aus, auf der nun neun Jahre lang gearbeitet und faſt nichts erreicht worden ſei, auch in der letzten Zeit nicht, in der dieſe Station einen eigenen Miſſionar gehabt habe; denn obgleich Miſſionar Kuſs nun ſieben Monate lang mit großem Fleiße und großer Treue und Selbſtver⸗ leugnung gearbeitet habe, ſo ſtehe es auf der Station noch ebenſo wie früher. Erwachſene kämen faſt gar nicht in die Gottesdienſte, höchſtens 2 bis 3, und wenn auch die Zahl der Schulkinder größer geworden ſei, ſo könnten wir doch nicht darauf rechnen, durch dieſe mit der Zeit die Gemeinde zu bauen, weil ſie zu häufig wechſeln und faſt keine dazu zu bewegen ſind, daß ſie ſich confirmiren laſſen. Herr Miſſionar Kuſs ſtimmte dem von Miſſionar Burgdorf Geſagten völlig bei. Er ſchreibt z. B. in einem Briefe vom 4. April: „Was die Ge⸗ meinde und den Beſuch des Gottesdienſtes anbetrifft, ſo ſteht es mit beiden noch gerade ſo, wie es ſtand, als ich im September 1893 herkam. Von den 9 communicirenden Gliedern kommen 4 ziemlich regelmäßig, 2 kommen dann und wann und die andern faſt gar nicht. . . . Fremde kommen dann und