# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1894_S64 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 64 Verhandlungen der fünfzehnten Verſammlung Arbeit und Mühe gleich Null war, und es uns als eine unnütze Verſchwen⸗ dung unſerer Kräfte erſcheinen mußte, dieſe Station noch länger fortbeſtehen zu laſſen. Unſere Miſſionsblätter, von denen die „Miſſions⸗Taube" in 16,000 Exemplaren und der "Lutheran Pioneer" in 5000 Exemplaren gedruckt werden, haben in den beiden letzten Jahren einen Reingewinn von $2301.97 gebracht, nämlich die „Miſſions⸗Taube" $1979.65 und der "Lutheran Pioneer" $322.32. Jedenfalls könnten dieſe Blätter einen viel größeren Leſerkreis haben und ſo nicht allein mehr Miſſionseifer erwecken, ſondern auch einen größeren Gewinn für die Miſſionskaſſe abwerfen, wenn die vie⸗ len Paſtoren und Lehrer in unſerm großen Verbande ſich die Verbreitung derſelben mehr angelegen ſein ließen. — Die Commiſſion hat auch während der beiden letzten Jahre jeden Monat eine regelmäßige, und nach Bedürfniß Extraverſammlungen gehalten, alle Verhandlungen ſind genau protokollirt, und ein reger brieflicher Verkehr iſt unterhalten mit unſern Miſſionaren, welche alle drei Monate einen ſtatiſtiſchen Bericht von ihrem Miſſionsfelde einzuſenden haben. Nach dieſem allgemeinen Ueberblick wollen wir nun in der Kürze die einzelnen Stationen vorführen. I. Little Rock, Arkanſas. Die St. Pauls⸗Gemeinde in Little Rock iſt unſere älteſte Sta⸗ tion und wurde ſchon im Jahre 1877 gegründet. Sie hat durch oftmaligen Wechſel der Miſſionsarbeiter und längere Vacanzen ſehr gelitten. Sie ge⸗ hört zu den Stationen, über deren Aufhebung wir beriethen, für den Fall, daß wir unſer Miſſionswerk wegen Mangels an Unterſtützung beſchränken müßten und die dortigen Glieder anderweitig kirchlich verſorgt werden könnten. Letzteres iſt aber kaum zu ermöglichen. Seit zwei Jahren arbeitet an dieſer Station Herr Miſſionar C. H. Rüßkamp. Er ſchreibt: „Als ich vor zwei Jahren mein Amt hier antrat, ſah es traurig aus. Der Kirchen⸗ beſuch war ſehr ſchlecht, 8 bis 15 Perſonen war alles, was man in der Kirche ſah. Durch die geweſene Vacanz war alles zerrüttet, und Uebelſtände trau⸗ rigſter Art hatten ſich eingeſchlichen. Doch mit Lob und Dank gegen Gott kann ich ſagen: Es geht beſſer. Wir haben etwas Zuwachs bekommen. Die Gemeinde zählt 47 Seelen, darunter 11 Männer und 13 Frauen. Zwei Männer, gute, einflußreiche Glieder, ſtarben im Glauben an Chriſtum. Die Gottesdienſte werden jetzt von 40 bis 60 Zuhörern beſucht, und die Sonntagsſchule von 50 Kindern und einigen Erwachſenen. Die Leute kom⸗ men regelmäßig. Die Wochenſchule hat 50 Schüler." Der Miſſionar bittet dringend um Hülfe in der Schule. Er iſt überzeugt, viel mehr auszurichten, wenn er die Leute fleißiger beſuchen könnte. So muß er faſt Tag und Nacht auf den Beinen ſein und untergräbt ſeine Geſundheit. Er meint, man ſollte ihm wenigſtens verſuchsweiſe einen guten Studenten zur Hülfe geben. Die